SP-Co-Fraktionschefin Laura Bucher will in die St.Galler Regierung

In der St. Galler SP bringt sich eine Frau in Poleposition für Heidi Hanselmanns Nachfolge.

Regula Weik
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Laura Bucher (Bild: PD)

Laura Bucher (Bild: PD)

Mitte Oktober setzte Heidi Hanselmann allen Spekulationen über ihre Zukunft ein Ende: Die St. Galler Regierungspräsidentin und Gesundheitschefin kündigte an, kommenden Frühling nicht zur Wiederwahl anzutreten. Seither sucht die SP eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für eines ihrer Regierungsmitglieder. Seit gestern ist eine Interessentin für die Aufgabe bekannt: Laura Bucher, Co-Präsidentin der Fraktion von SP und Grünen im Kantonsparlament.

Die Juristin arbeitet als Gerichtsschreiberin am Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen, ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und wohnt mit ihrer Familie in St. Margrethen. Bucher gehört seit 2010 dem Kantonsparlament an und ist Mitglied der Finanzkommission. In den Parlamentsdebatten fällt sie immer wieder mit prägnanten Aussagen und Forderungen zur Steuer- und Finanzpolitik des Kantons und engagierten Voten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Chancengleichheit auf.

Die zweite Fraktionschefin tritt nicht an

Bettina Surber.

Bettina Surber.

Noch ist das Kandidatenkarussell der SP in Bewegung. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Heidi Hanselmann können sich noch bei der Geschäftsleitung melden. Dabei interessiert vor allem eine Frage: Was macht Bettina Surber, ebenfalls Juristin und Co-Fraktionspräsidentin? «Ich trete nicht an», erklärt sie auf Anfrage. Anwältin, Kantonsrätin und Co-Fraktionschefin – «das stimmt so für mich». Hat bei ihrem Verzicht mitgespielt, dass das zweite Regierungsmitglied der SP, Sicherheits- und Justizdirektor Fredy Fässler, ebenfalls in der Stadt St. Gallen wohnhaft ist? «Das war auch ein Faktor», sagt Bettina Surber.

Wen die SP ins Rennen um die Nachfolge von Heidi Hanselmann schickt, entscheidet sich definitiv Mitte Monat: Dann hält die Partei ihre Nominationsversammlung ab.

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