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Die Sandsäcke liegen bereit

Die Lage am Rhein hat sich nach der regnerischen Nacht weitgehend beruhigt. Derweil steigt der Pegel im Bodensee weiter an. Ein Jahrhunderthochwasser wie 1999 ist vorerst nicht zu befürchten.
Steigende Pegelstände: Rhein und Bodensee gestern in Diepoldsau, Rorschach, Oberriet und Altenrhein (im Uhrzeigersinn von oben links). (Bilder: Ralph Ribi, Urs Bucher, Michel Canonica)

Steigende Pegelstände: Rhein und Bodensee gestern in Diepoldsau, Rorschach, Oberriet und Altenrhein (im Uhrzeigersinn von oben links). (Bilder: Ralph Ribi, Urs Bucher, Michel Canonica)

ST. GALLEN. Der starke Regen in der Nacht auf Freitag hat den Pegelstand des Rheins und des Bodensees sprunghaft ansteigen lassen. Um 2.30 Uhr trat der Rhein bei Kriessern über die inneren Dämme. Gestern präsentiert sich der Fluss zwischen Kriessern und Bodensee dreimal so breit wie üblich.

Industriegebiet überschwemmt

Laut Jörg Köhler vom Amt für Militär und Zivilschutz des Kantons St. Gallen sind vorerst keine Schäden zu erwarten. Anders sieht es beim Binnenkanal in der Region Werdenberg aus. Dieser hat laut Köhler stellenweise nicht gehalten. Das Industriegebiet von Sevelen ist teilweise überschwemmt. Weil der Rhein der grösste Wasserzubringer des Bodensees ist, legte auch dieser stark zu. Das Bundesamt für Umwelt warnt in einer Mitteilung davor, dass die Seen noch weiter steigen würden: «Der Bodensee wird voraussichtlich bis Freitagabend die Stufe 4 von 5 (grosse Gefahr) erreichen.»

Der Dauerregen in der Nacht auf Freitag hielt die Feuerwehren im St. Galler Oberland und im Rheintal auf Trab. Laut Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, musste die Feuerwehr im Kanton über 140mal ausrücken.

Seepegel steigt weiter

Laut Marco Baumann vom Thurgauer Amt für Umwelt wird der Bodensee bis Sonntag nochmals um rund 20 Zentimeter steigen. Das Wasser werde am Ober- und Untersee über die Ufer treten. Die Gemeindebehörden seien in Alarmbereitschaft. Die Bevölkerung müsse informiert, Wege und Infrastruktur müssten gesichert werden. «Es dürfte zu überfluteten Kellern und Fusswegen direkt am Ufer kommen», sagte Baumann. Im Raum Frauenfeld trat die Thur über die Ufer, das Wasser blieb jedoch im Rückhaltebereich, die Dämme wurden nicht beschädigt.

In Berlingen am Untersee wurden bei der Schiffsanlegestelle bereits Holzstege montiert, damit die Passagiere trockenen Fusses aussteigen können. Auch der Berlinger Stediparkplatz steht bereits teilweise unter Wasser. «Die Sandsäcke und Holzstege sind parat», sagt Gemeindeschreiberin Karin Metzler. Der Krisenstab habe am Donnerstag das Vorgehen bei einer Verschlimmerung der Situation besprochen. In Steckborn wurden am Freitag Sandsäcke an neuralgischen Punkten aufgetürmt und Hauseingänge geschützt.

Kein historisches Hochwasser

Laut Einschätzungen der Behörden wird das Ausmass der Schäden jenes von 1999 nicht erreichen. Beim Jahrhunderthochwasser lag der Pegel am Bodensee in Romanshorn mit 397,86 Metern einen halben Meter höher als der für Sonntag erwartete Wasserstand. (chs/tn/jmw/sda)

Weitere Bilder auf www.tagblatt.ch

Oberriet - Rhein führt Hochwasser Viele Schaulustige säumen das Ufer (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi ))

Oberriet - Rhein führt Hochwasser Viele Schaulustige säumen das Ufer (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi ))

Regen und Hochwassersituation am Bodensee: Rorschach (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Regen und Hochwassersituation am Bodensee: Rorschach (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Diepoldsau - Rhein führt Hochwasser Viele Schaulustige säumen das Ufer (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Diepoldsau - Rhein führt Hochwasser Viele Schaulustige säumen das Ufer (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

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