Die Polizei schweigt – der Zuhälter spricht

wil/St. Gallen. Die Ermittlungen im Wiler Milieu-Fall sind im Gang. Neue Erkenntnisse zum Tötungsdelikt, bei welchem am Montag eine Prostituierte erstochen worden war, werden allerdings nicht kommuniziert.

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wil/St. Gallen. Die Ermittlungen im Wiler Milieu-Fall sind im Gang. Neue Erkenntnisse zum Tötungsdelikt, bei welchem am Montag eine Prostituierte erstochen worden war, werden allerdings nicht kommuniziert. Der zuständige Untersuchungsrichter habe entschieden, dass bis auf weiteres keine neuen Informationen bekanntgemacht werden, erklärt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage.

Der Zuhälter der ermordeten Prostituierten, der bei der Messerattacke verletzt wurde, hat am Dienstag gegenüber Tele Ostschweiz aber Stellung genommen: «Körperlich geht es mir wieder gut, die Verletzungen sind erträglich. Allerdings ist nicht erträglich, dass ein 23jähriges Mädchen mich retten wollte und dabei ihr Leben verlor.»

Den Täter würde der Zuhälter nicht mehr erkennen. «Er war dunkelhaarig, hatte kurze Haare und einen südländischen Touch», sagt der Mann. Die Polizei ist zur Zeit an der Erstellung eines Phantombilds.

Allerdings ist noch nicht klar, ob dieses veröffentlicht wird, da die Angaben zur gesuchten Person zu vage sind. Bisher verlief auch die Suche nach der Tatwaffe erfolglos.

Am Montagabend war es im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses, in welchem das Etablissement untergebracht ist, zur Messerstecherei gekommen. Zuerst gerieten der Zuhälter und der Tatverdächtige aneinander. Im Zuge der Auseinandersetzung stach der Unbekannte dann zu. Dies tat er ebenfalls, als zwei Prostituierte zu Hilfe eilten.

Eine der beiden Frauen erlag später ihren Verletzungen. (red./rr)

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