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Die PHSG blickt in Lernräume der Zukunft

Hochschultag Bei Schulmöbeln lässt sich sparen. Pulte und Sitzreihen können ersetzt werden durch Forscherdrang. Das zeigen Referate und Diskussion am Hochschultag der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG). Die kantonale Hochschule für ­angehende Lehrkräfte befasst sich diesmal mit Lernräumen, mit dem Zusammenhang von Architektur und Didaktik.

Bewegung in Schulräumen und virtuelles Lernen

Rektor Horst Biedermann beleuchtet das geflügelte Wort vom «Raum als dritte Lehrkraft» (nach Lehrer und Klassengemeinschaft) und zitiert Trendforscher: «Das Schulzimmer der Zukunft ist ein Innovationszentrum, ein inspirierender und anregender Ort, der das neugierige Experimentieren in den Mittelpunkt rückt» oder «ein Ort, wo Be­wegung grossgeschrieben wird». Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker verweist darauf, dass Schulzimmer bereits neuen Lehr- und Lernformen angepasst wurden oder werden. Der Kanton lege Gewicht auf flexible Nutzung über das klassische Unterrichten hinaus. Und er sei bei virtuellen Lernräumen, «die in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden», mit seiner IT-Bildungsoffensive «an vorderster Front dabei». Die PHSG werde ein wichtiger Teil, indem sie digitale Kompetenz vermittle, digitales Lernen erprobe und zukunftweisende Lernangebote entwickle.

Claus Stieve und Bernd Ullrich von der Technischen Hochschule Köln sind Fachleute für Schulbauten und Raumgestaltung zum Lernen. Sie zeigen den Dozierenden, Studierenden und Gästen der PHSG Fotos aus dem Internet: Kindergärten, die sich unterschiedlich nutzen lassen. Schulzimmer der Volksschule, in denen immerhin Pulte nicht mehr in Reih und Glied stehen. Mittelschulen noch in der herkömmlichen Art und Hochschulen mit Hörsälen, die sich einzig für Frontalunterricht eignen. Die Referenten können aber andere Beispiele zeigen: Offene Schulräume, die vor dem Unterricht fast leer sind und von den Schülern für Experimente genutzt werden; Schulen, in denen auch Korridor oder Garderobe die ­Kinder zum Lernen inspirieren. Der Platz der Lehrperson ist dort nicht mehr vor der still sitzenden Klasse, sondern mitten unter den agierenden Schülern. In einem Podiumsgespräch unterstützen Dozierende der PHSG diese Richtung –, mit dem Wunsch, dass das Erproben und Forschen wie bisher in den Regionalen Didaktischen Zentren und in Lernateliers einiger Schulhäuser in allen Schulräumen möglich wird.

Anerkennungspreis für Alfred Zahner

Neue Schulräume ermöglicht schon seit Jahren der Gossauer Alfred Zahner: mit Heften für praktischen Mathematikunterricht an Lernplätzen in St. Galler Orten. Für Verdienste um die Lehrerbildung im Kanton erhielt er gestern Abend den diesjäh­rigen Anerkennungspreis der PHSG. Er war als Sekundarlehrer Leiter von Praktika, förderte als Dozent an der PHSG besonders die Berufs- und Wirtschaftskunde – «immer als grosses Vorbild», wie Prorektor Marin Annen hervorhob – und engagiert sich auch seit der Pensionierung an der PHSG als Mentor künftiger Berufskollegen. (fbi.)

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