Die Ostschweiz will 400 Kilometer Strasse loswerden

OSTSCHWEIZ. Die Ostschweizer Regierungen wehren sich gegen einen Entscheid des Bundesrats, rund 400 Kilometer Kantonsstrassen nicht ins Nationalstrassennetz zu integrieren. Betroffen wären etwa die Thurtalachse im Kanton Thurgau, der Zubringer Appenzellerland oder die Julierstrasse in Graubünden.

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Blick auf die T14 im Thurtal, die ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden soll. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Blick auf die T14 im Thurtal, die ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden soll. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Der Bundesrat habe am 18. Februar die Botschaft über den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) verabschiedet und den Netzbeschluss darin nicht integriert, heisst es in einer Mitteilung der Plenarkonferenz der Ostschweizer Regierungen vom Donnerstag. Damit werde auf die Aufnahme von 400 Kilometern Kantonsstrassen ins Nationalstrassennetz verzichtet.

Mehrere Strassen betroffen
Die Ostschweiz wäre davon besonders betroffen: Es geht unter anderem um die Thurtalachse im Kanton Thurgau, die Oberlandautobahn in den Kantonen St.Gallen und Zürich, die Anbindung Glarus, den Zubringer Appenzellerland, die Julierstrasse in Graubünden sowie den Abtausch der Stecken A4/J15 im Kanton Schaffhausen.

Die Kantonsregierungen wehren sich gegen diese Pläne des Bundesrats, zu denen nun die Vernehmlassung läuft. Sie fordern, dass der Netzbeschluss gleichzeitig mit dem NAF in Kraft gesetzt wird. (sda)