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Die Ostschweiz an der Fête des Vignerons: Wer dieses Jahr nicht hingeht, muss 25 Jahre warten

Erstmals präsentieren sich an der Fête des Vignerons in Vevey auch die Ostschweizer Kantone. Ein Grund dieses Jahr dem Spektakel beizuwohnen – es findet nur einmal pro Generation statt.
Ursula Wegstein
So soll die fertiggestellte Arena in Vevey aussehen. (Visualisierung: Hugo Gargiulo)So soll die fertiggestellte Arena in Vevey aussehen. (Visualisierung: Hugo Gargiulo)
Zur Fête des Vignerons vom 18. Juli bis 11. August erwarten die Veranstalter rund eine Million Besucher. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Vevey, 20. März 2019))Zur Fête des Vignerons vom 18. Juli bis 11. August erwarten die Veranstalter rund eine Million Besucher. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Vevey, 20. März 2019))
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Jetzt – oder erst in 25 Jahren

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Zuletzt fand sie im Jahr 1999 statt. Am 18. Juli ist es wieder so weit: Zum zwölften Mal seit 1797 organisiert die Winzerbruderschaft die Fête des Vignerons in Vevey am Ufer des Genfer Sees. Trotzdem versteht sich die Veranstaltung nicht als eine Wiederholung eines altmodischen Volksfestes, sondern möchte vielmehr ein Spiegel ihrer Zeit sein. Als erste lebendige Tradition der Schweiz zählt die Fête des Vignerons seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Im Mai soll die Arena fertig und für die Proben der diesjährigen Fête parat sein. Die Grossveranstaltung besteht aus einer Zeremonie in der Arena direkt am Genfer See und einem Kultur- und Gourmetfestival in der ganzen Stadt Vevey. Zum diesjährigen Fest vom 18. Juli bis 11. August erwarten die Veranstalter rund eine Million Besucher.

Bühnenshow: Eine Hommage der Winzerkunst

Die Bühnenshow in der 20000 Sitzplätze fassenden Arena erzählt den Lebenszyklus des Weins im Verlauf der Jahreszeiten. Sie hinterfragt dabei auch die Verbindung zwischen Mensch und Natur und huldigt dem uralten Wissen der Winzer. Den Rahmen bildet ein Dialog zwischen einem kleinen Mädchen und seinem Grossvater, der ihr die Traditionen und Arbeiten im Weinberg nahebringt. Höhepunkt ist die Krönung der Rebbauern. Mehr als 5500 Darsteller, über 1000 Chorsänger und Musiker sowie rund 1000 Kinder wirken bei diesem Spektakel mit.

Zum ersten Mal erhalten die Kantone eine Plattform

Zum ersten Mal in der Geschichte der Fête dürfen sich die Kantone jeweils einen Tag den Besuchern präsentieren und das Fest in der Stadt auf ihre Weise beleben. Das Tagesprogramm umfasst einen Umzug durch Vevey um 15 Uhr oder 17 Uhr, die Präsentation typischer Spezialitäten und Weine auf der Seeplattform und von 14 bis 21 Uhr künstlerische Darbietungen auf drei Bühnen auf dem Festgelände.

21. Juli: Auftritt des Kantons St. Gallen

Jeder vierte St. Galler war noch nie in der Romandie. Auch umgekehrt ist es nicht viel anders. Aus diesem Grund stellt der Kanton St. Gallen mit seinem Gastauftritt unter dem Motto «Kennen wir uns?» die Geselligkeit in den Mittelpunkt. Um das gegenseitige Kennenlernen zu erleichtern, soll es verschiedene Begegnungsorte geben: Lounges aus aufblasbaren Luftsäcken in den St. Galler Farben, grüne Sitzkissen an der Seepromenade oder ein Feuer, auf dem sich jeder seine St. Galler Wurst selbst braten und mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen kann. Für alle, die schon lange nicht mehr Französisch gesprochen haben, soll ein Jasskartenset mit Übersetzungen wichtiger Alltagswörter als Give-away eine Übersetzungshilfe bieten.

Mitwirkende Künstler auf den drei Bühnen sind die St. Galler Stadtmusik, die Brandhölzler Striichmusig, Fiera Brandella, Goran Kovacevic und Peter Lenzin, La Fem Crew. Strassenshows präsentieren die Compagnie Buffpapier zusammen mit den Sitterbugs mit musikalischer Begleitung von der Band Los Boozan Dukes und Paradisnikow Konzentrat.

5. August: Auftritt des Kantons Thurgau

Unter dem Motto «Der Thurgau ist weit mehr als nur Äpfel» will der Kanton Thurgau zwar auf dem Apfel aufbauen, jedoch die Vielfalt des Kantons betonen. «Das Waadtland und der Thurgau haben viele Gemeinsamkeiten», sagt Werner Müller, OK-Präsident. «Wir haben beide einen grossen See, ähnliche Hügellandschaften und sind landwirtschaftlich geprägt.» Speziell für die Fête des Vignerons haben neun Thurgauer Selbstkelterer einen gemeinsamen Wein produziert: aus der Sorte Müller-Thurgau.

Auf den Bühnen treten das Dani Felber Trio, Konterschwung, Drums2street, Jar sowie ein Thurgauer Festchor auf. Das Künstler-Duo Vincent Scarth und Lorenz Bostovic soll das Strassenfest mit Graffiti unter Einbeziehung des Publikums bereichern. Der Umzug mit etwa 12 Sujets und über 200 Teilnehmern soll das Thurgauer Tagesprogramm abrunden. Beteiligt sind dabei neben den Winzern und Junglandwirten eine Gewehrgriffgruppe, die Thurgauer Trachtenvereinigung, das Kloster Fischingen, die Nachtwächterzunft der Stadt Bischofszell, der Arenenberg, die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt und der Musikverein Kradolf-Schönenberg, der den Umzug musikalisch begleitet. Am Umzug teilnehmen können alle, die mit dem Sonderzug aus dem Thurgau anreisen.

9. August: Auftritt der beiden Appenzell

Unter dem Motto «Brauchtum erleben» stellen die beiden Appenzeller Kantone das traditionelle Handwerk in den Mittelpunkt ihres Gastauftritts. Haarflechterinnen, Chüelischnitzer, Weissküfer, Reifler und Sennensattler zeigen auf der Seeplattform ihre Handwerkskunst. Auch die drei Appenzeller aus der Appenzeller Käsewerbung sind vor Ort. Auf den Bühnen haben Appenzeller Streichmusik in Grossformation, Öhrlichörli, Saumchörli, ein Hierigpaar begleitet vom Appenzeller Echo, Dörigehnd, Tüüfner Gruess und Elefanten Sounders ihren Auftritt.

Ausserhalb der Arena unterhalten die Strassenkünstler Hannes vo Wald, der Mulde Schuppel aus Teufen, das Duo Voll Parat sowie der Föchsli Buebe-Schuppel und Mölpis Sepp die Besucher. Dazu spielt der Hackbrettbauer Werner Alder traditionelle appenzellische Musik. Statt eines Umzugs durch das Städtchen gibt es eine Begrüssungsparade mit den beiden Regierungen der Appenzeller Kantone, einer Stegreifgruppe, den Glöckner Silvesterchläusen sowie allen Mitwirkenden.

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