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Die neue St.Galler Zentrumsbibliothek soll 2028 in Betrieb gehen – hinter altbekannter Fassade

Kanton und Stadt St.Gallen wollen den Architekturwettbewerb für die neue Zentrumsbibliothek am Blumenmarkt Ende Jahr starten. Erhalten bleiben soll der Haupttrakt des Uniongebäudes – die Denkmalpflege hat ihn als schützenswert eingestuft.
Adrian Vögele
(Bild: Urs Bucher).

(Bild: Urs Bucher).

Stadt und Kanton St.Gallen treiben ihre Pläne für die gemeinsame Zentrumsbibliothek voran. Was sich schon länger abgezeichnet hat, steht nun fest: Der Standort Union/Blumenmarkt in der Innenstadt habe sich nach «vertieften Abklärungen» als geeignet erwiesen, teilen Kanton, Stadt und die Helvetia Versicherungen als Eigentümer der Liegenschaft mit.

Ebenfalls geklärt hat sich der Zeitplan: Ende Jahr wird voraussichtlich der Architekturwettbewerb ausgeschrieben, die Ergebnisse sollen Mitte 2021 vorliegen. Nach der Auswahl des Siegerprojekts folgt die detaillierte Planung. Im Jahr 2023 soll das fertig ausgearbeitete Projekt samt Bau- und Betriebskosten dem Kantonsrat und dem Stadtparlament vorgelegt werden. Zugleich erfordert die künftige Trägerschaft der Bibliothek parlamentarische Beschlüsse. 2024 werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Stadt und Kanton über das Vorhaben abstimmen. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Jahr 2025 starten. Bezogen werden könnte die Bibliothek dann 2028, also in neun Jahren.

Seitentrakt darf abgerissen werden

Marc Mächler, Bauchef des Kantons St.Gallen. (Bild: Regina Kühne)

Marc Mächler, Bauchef des Kantons St.Gallen. (Bild: Regina Kühne)

Auch zur äusseren Gestalt des Bibliotheksgebäudes ist ein erster Entscheid gefallen: Der Haupttrakt des Uniongebäudes soll erhalten bleiben – die Denkmalpflege hat ihn als schützenswert eingestuft. «Diese Vorgabe fliesst ins Wettbewerbsprogramm ein», heisst es im Communiqué. Hingegen darf der Seitentrakt, in dem sich heute das Café Blumenmarkt befindet, abgerissen werden, wie Bauchef Marc Mächler auf Anfrage bestätigt. Anstelle dieses Seitentrakts könnte ein neuer Annexbau entstehen. Stadt, Kanton, Helvetia Versicherungen und Vertreter des Bibliothekswesens haben für das künftige Gebäude ein Raumprogramm vorgegeben, das der Bibliothek als öffentlichem Begegnungsort gerecht werden soll – «Public Library» lautet das Stichwort. Das bedeutet gemäss Mächler, dass die Architekten, die am Wettbewerb teilnehmen, auch Räume für Lesungen, Vorträge und Anlässe einplanen müssen. Ebenso soll in der Bibliothek ein gastronomisches Angebot Platz finden.

Kanton passt sich dem städtischen Vorgehen an

Anders als beim künftigen Campus Platztor der HSG werden die Parlamente und das Stimmvolk über ein Bauprojekt entscheiden, dessen Architektur schon definiert ist. «Das Vorgehen ist für den Kanton aussergewöhnlich, auf städtischer Ebene aber so üblich», sagt Bauchef Mächler. Der Kanton passe sich nun der Stadt an – aus bestimmten Gründen. «Das ‹Union› liegt sehr zentral und ist deshalb ein sensibler Ort für bauliche Veränderungen. Es wäre für das Stadtparlament schwierig gewesen, über ein Bauvorhaben an dieser Stelle zu entscheiden, ohne zu wissen, wie dieses konkret aussehen wird.» Auch die Helvetia Versicherungen hätten sich für das nun gewählte Vorgehen ausgesprochen. Die Eigentümer werden das Union-Grundstück an die Stadt verkaufen, die dieses wiederum für die Bibliothek zur Verfügung stellen wird. Der Kaufpreis sei noch unklar, sagt Mächler – «der Betrag ist noch zu bestimmen, dazu kann ich derzeit nichts sagen».

Die Planung für eine neue St.Galler Zentrumsbibliothek läuft seit 2016. Derzeit sind die Medien der Kantons- und Stadtbibliothek auf drei Standorte verteilt. Das Hauptpost-Gebäude, in dem das beliebte Bibliotheksprovisorium untergebracht ist, muss laut Kanton in etwa zehn Jahren für eine Sanierung geräumt werden.

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