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Die neue Ostschweizer Fachhochschule: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Abstimmung vom 17. November

Die Struktur der Fachhochschulen muss erneuert werden. Deshalb schliessen sich die Standorte in St.Gallen, Rapperswil und Buchs zur neuen Fachhochschule «Ost» zusammen. Der Kantonsrat stimmte der Vorlage im Juni einstimmig zu. Am 17. November entscheidet das Volk.
Katharina Brenner
An der Hochschule für Technik Rapperswil sitzt das Rektorat der neuen Ostschweizer Fachhochschule. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

An der Hochschule für Technik Rapperswil sitzt das Rektorat der neuen Ostschweizer Fachhochschule. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Warum wird die Fachhochschullandschaft umgebaut?

Weil die bisherige Struktur nicht mehr gesetzeskonform ist. Für die Umstrukturierung hat der Bund eine Frist gesetzt bis 2022. Das Ziel sind grössere Zusammenschlüsse statt kleiner Fachhochschulen. Deshalb tun sich die Fachhochschule St. Gallen, die Hochschule für Technik Rapperswil und die Interstaatliche Hochschule für Technik (NTB) Buchs zur neuen Fachhochschule Ost zusammen.

Warum ist eine Volksabstimmung nötig?

Wegen des wiederkehrenden zusätzlichen Beitrags von rund 3,3 Millionen Franken pro Jahr.

Wie sieht die Struktur der neuen Fachhochschule aus?

In der Trägerkonferenz sind die Kantone St.Gallen, Schwyz, Glarus, Appenzell Ausser- und Innerrhoden und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Die «Ost» hat Standorte in St.Gallen, Rapperswil und Buchs und sechs Departemente: Wirtschaft, Soziale Arbeit und Gesundheit in St.Gallen, Technik in Buchs und Architektur, Bau- und Planungswesen sowie Informatik in Rapperswil.

Warum ist Graubünden nicht dabei?

Die Bündner erhoffen sich vom Alleingang mehr Autonomie und mehr Erfolg. Insbesondere mit der NTB Buchs hat die HTW Chur bisher eng zusammengearbeitet. Kooperationen sind auch weiterhin möglich.

Wo sitzt das Rektorat der neuen Fachhochschule Ost?

In Rapperswil. Dieser Entscheid löste Anfang Jahr eine regionalpolitische Debatte aus, insbesondere SP und Grüne kritisierten den Entscheid. Die Rücktrittsankündigung von Sebastian Wörwag, Rektor der Fachhochschule St.Gallen, befeuerte die Debatte um Standort- und Strukturfragen. In einem Schreiben an die Mitarbeitenden hatte Wörwag die aktuellen Entwicklungen rund um die Neuordnung der Fachhochschule für seinen Rücktritt verantwortlich gemacht. Spätestens im Herbst 2020 will er gehen.

Wann nimmt die neue Hochschule ihren Betrieb auf?

Am 1. September 2020 – wenn es ein Ja gibt bei der Volksabstimmung. Hochschulrat und Trägerkonferenz würden ihre Arbeit im Januar 2020 aufnehmen. Der Rektor der neuen Fachhochschule Daniel Seelhofer hat seine Stelle bereits diesen Monat angetreten.

Welche Rolle spielt der Kanton St.Gallen innerhalb der neuen Struktur?

Er übernimmt die Führung. Die Regierung wird analog zur Universität St.Gallen und zur Pädagogischen Hochschule einen Leistungsauftrag beschliessen und damit die Entwicklung der Schulen massgeblich steuern können. An der «Ost» wird das Personalrecht des Kantons St.Gallen gelten.

Wie viele Personen studieren an den drei Standorten?

St.Gallen zählt 1757 Studenten, Rapperswil 1543, Buchs 390.

Wie sieht der weitere Fahrplan aus?

Ende November sollen die Leitungen der Departemente Informatik, Soziale Arbeit und Wirtschaft gewählt werden. Am Standort St.Gallen harzt es bisher allerdings bei der Suche nach Departementsleitungen. In der Novembersession wird sich das St.Galler Parlament mit den acht Mitgliedern im neuen Hochschulrat aus dem Kanton beschäftigen. Die Wahl dieser Mitglieder bedarf der Genehmigung des Kantonsrats.

Sind weitere Standorte geplant?

Im Thurgauer Grossen Rat wurde ein Ableger der Fachhochschule im Kanton Thurgau verlangt. Man habe dies zur Kenntnis genommen, sagte der St.Galler Bildungschef Stefan Kölliker am Montag an einer Medienkonferenz. Dafür zuständig seien aber der neue Fachhochschulrat und das Rektorat.

Gibt es auch Kritik am neuen Zusammenschluss?

Anreizsysteme für Professoren und Lohnunterschiede an den Standorten hatten im Vorfeld zu Kritik geführt. Im Juni sprach sich der Kantonsrat aber einstimmig für die Vorlage aus.

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