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Ideale Bedingungen am Bodensee: Es droht eine Mückenplage

Mit dem Sommer kommen die Stechmücken. Experten gehen davon aus, dass es in diesem Jahr besonders viele werden – besonders in Ufernähe.
Manuel Granwehr
Die Mücke sucht sich mit Vorliebe Opfer mit geeigneten Nährstoffen im Blut aus. (Bild: Fotolia)

Die Mücke sucht sich mit Vorliebe Opfer mit geeigneten Nährstoffen im Blut aus. (Bild: Fotolia)

Dieses Jahr könnten sie besonders lästig werden – zumindest in Ufernähe. «Für Stechmücken seien die Umstände am Bodensee gerade günstig», sagt Rainer Bretthauer gegenüber dem «Südkurier». Er forschte vor seinem Ruhestand als Gewässerbiologe an der Universität Konstanz. Seine Sommer-Prognose: «Wir müssen mit einer erheblichen Schnakenanzahl rechnen.» Entscheidend sei der Wasserstand am See. Damit die Mücken-Eier sich zur ausgewachsenen Stechmücke entwickeln können, muss der Wasserstand die Ei-Ablageplätze im Schilfgebiet erreichen. Neben dem Wasserstand spielen auch die Wassertemperatur und die Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Der St. Galler Insektenexperte André Mégroz relativiert: «Zumindest abseits vom Bodensee ist mit weniger Stechmücken zu rechnen als im vergangenen Jahr.» Der Grund: Überflutungen und grössere Regenfälle blieben dieses Jahr bisher aus, das Wetter war warm. Wenn es regnet, bilden sich kleine Pfützen, in denen die Mücken ihre Eier ablegen können – beispielsweise in Untertöpfen und Gefässen auf Industriearealen. «Ein Garten kann deshalb gute oder schlechte Bedingungen für Mücken aufweisen», sagt Mégroz. «Jeder kann das selber ein wenig steuern.» Die hiesige Stechmücke mag zwar lästig sein, ist aber nicht weiter Besorgnis erregend.

Gefahr aus dem Süden

Anders die Tigermücke: Sie hat das Potenzial, gefährliche Krankheiten zu übertragen, wie beispielsweise das Dengue-Fieber. Momentan ist sie nur südlich der Alpen in grösserer Zahl zu finden. Forscher gehen aber davon aus, dass sie mit der Erwärmung des Klimas in weitere Gebiete vorstossen kann. Erste Präventionsmassnahmen gibt es bereits. Laut Mégroz haben Gemeinden südlich der Alpen Merkblätter verteilt, die informieren, wie der Verbreitung vorgebeugt werden kann.

Mücken mögen Frauenblut

Was die Stechmücken in der Ostschweiz betrifft, verschonen sie manche Menschen eher als andere. Denn mit Hilfe hochempfindlicher Chemorezeptoren nehmen sie wahr, wer ihnen das beste Blut bietet. «Es kommt darauf an, welche Nährstoffe es enthält», erklärt Mégroz. Besonders beliebt bei Stechmücken sei das Blut von Frauen.

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