Die Mormonen

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat weltweit 14 Millionen Mitglieder, knapp die Hälfte davon in den USA. 8000 leben in der Schweiz. Sie sind in fünf Bistümern, sogenannten Pfählen, organisiert. Der Pfahl St. Gallen umfasst 11 Gemeinden, knapp 1800 Mitglieder und 24 Missionare.

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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat weltweit 14 Millionen Mitglieder, knapp die Hälfte davon in den USA. 8000 leben in der Schweiz. Sie sind in fünf Bistümern, sogenannten Pfählen, organisiert. Der Pfahl St. Gallen umfasst 11 Gemeinden, knapp 1800 Mitglieder und 24 Missionare.

Die Mormonen zählen neben der Bibel weitere Schriften zum heiligen Kanon, wie das Buch Mormon. Der Engel Moroni soll Joseph Smith dieses Buch auf goldenen Platten offenbart haben. Es erzählt die Geschichte biblischer Stämme, die 600 vor Christus von Jerusalem nach Amerika auswanderten und dort von Jesus besucht wurden, nachdem dieser auferstanden war. Smith gründete 1830 im Staat New York die Kirche Jesu Christi und wurde ihr Prophet. Die Mormonen verstehen sich als christliche Kirche und glauben, dass Joseph Smith die wahre Kirche, wie sie von Jesus geplant war, wieder auf die Erde gebracht hatte. Heute ist Thomas Monson Präsident und Prophet an der Spitze der hierarchischen Struktur. Die im 19. Jahrhundert praktizierte Polygamie gilt heute als Ausschlussgrund.

Bekannte Mormonen sind Mitt Romney und Jon Huntsman, Anwärter auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur in den USA, Stephenie Meyer, Autorin der Buchvorlagen für die Twilight-Filme, sowie zahlreiche amerikanische Senatoren und Wirtschaftsführer. (kme)