Die Luft ist rein in der Ostschweiz

Verregnete Sommer und milde Winter haben auch Vorteile: Ozon und Feinstaub haben die Luft in der Ostschweiz im vergangenen Jahr deutlich weniger belastet als in anderen Jahren. Die Schadstoffkonzentrationen des Jahres 2014 zählen zu den tiefsten seit Messbeginn.

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Die Luftqualität in der Ostschweiz hat sich verbessert. (Bild: Luca Linder)

Die Luftqualität in der Ostschweiz hat sich verbessert. (Bild: Luca Linder)

Wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung habe es 2014 deutlich weniger Sommersmog gegeben. Der Ozon-Grenzwert sei an den meisten Messstationen seltener überschritten worden als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre, teilte Ostluft am Donnerstag mit. Zudem seien die Spitzenwerte generell tiefer gewesen.

Auch die winterliche Feinstaubbelastung war tiefer als in normalen Jahren. Der milde Winter ermöglichte stetigen Luftaustausch, so dass der Jahresmittelgrenzwert an fast allen Messstandorten in der Ostschweiz eingehalten werden konnte.

Feuerwerk als "lufthygienischer Sündenfall"
Als lufthygienischen Sündenfall bezeichnete Ostluft jedoch die Feuerwerke: Wegen des Silvester-Feuerwerks habe etwa die Agglomeration Kreuzlingen - Konstanz das vergangene Jahr mit einer Feinstaubbelastung von 103 Mikrogramm pro Kubikmeter begonnen. Der Tagesmittelgrenzwert beträgt 50 Mikrogramm.

Insgesamt verbessere sich die Luftqualität laufend, die Verunreinigungen seien aber immer noch stark. Optimierungen bei Feuerungen, Motoren, Industrieanlagen, Gewerbebetrieben und in der Landwirtschaft seien konsequent weiter zu entwickeln und umzusetzen.

18 Stationen
Ostluft ist die gemeinsame Luftqualitäts-Überwachung der beiden Appenzell, Glarus, St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Teilen des Kantons Graubünden sowie des Fürstentums Liechtenstein. Das Messnetz umfasst 18 Stationen. (sda)