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Die Lebensretter-App

Eine neue App der St. Galler Kantonspolizei schickt im Notfall Standort und Krankheitsdaten direkt vom Handy an die Rettungszentrale.
Adrian Grzonka
Das entsprechende Symbol antippen, und schon wird der Notruf ausgelöst. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 26. Oktober 2016))

Das entsprechende Symbol antippen, und schon wird der Notruf ausgelöst. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 26. Oktober 2016))

Einmal mit dem Finger über den Bildschirm streichen, die App antippen und den Notruf auslösen – so einfach kann mit der neu lancierten App der St. Galler Kantonspolizei in Notsituationen Hilfe angefordert werden. Die App ist nicht nur übersichtlich und schnell, sie übermittelt auch genaue Angaben zum Standort des Hilferufenden sowie dessen Krankheitsdaten – Informationen, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden. «Mit der App können wir sicherstellen, dass die richtige Hilfe so schnell wie möglich an den richtigen Ort gelangt», sagte Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gestern bei der Präsentation.

Die Notruf-App rettemi.ch ist eine Weiterentwicklung des Smart Locators, welchen die Kantonspolizei bereits seit zwei Jahren erfolgreich einsetzt. Dieses intelligente Ortungssystem bestimmt den genauen Standort der Hilfe anfordernden Person. Das habe die Rettung schon in etlichen Fällen vereinfacht, sagt Aurelio Zaccari, Leiter der Kantonalen Notrufzentrale St. Gallen. «Oft wissen Leute nicht genau, wo sie sich befinden.» Speziell in den Bergen könne die Ortung per Handy lebensrettend sein. «Im Juli etwa haben wir einen Anruf eines Fotografen erhalten, der auf der Seebenalp bei Oberterzen in der Nacht Sterne fotografiert hat.» Der Verletzte habe nur sagen können, dass er sich bei einer Hütte an einem See befinde. Dank des Smart Locators habe eine aufwendige Aktion mit Suchtrupps vermieden und der Fotograf bald aus seiner misslichen Situation gerettet werden können.

Beim Smart Locator bestätigen Hilfesuchende der Notrufzentrale per SMS, dass ihre Ortungsdaten für die Bergung verwendet werden dürfen. Dieses System wurde nun in die neue Rettungs-App integriert. Wird die App aufgerufen, kann der Hilfesuchende zwischen den verschiedenen Notfallnummern 112, 117, 118 und 144 wählen. Danach wird er direkt mit der jeweils nächsten Notrufzentrale verbunden. Die angewählte Notrufzentrale erhält mit dem Anruf den genauen Standort sowie Gesundheitsdaten wie Blutgruppe, Allergien und chronische Erkrankungen des Nutzers. Diese Daten müssen vom Benutzer vorgängig in die App eingegeben werden.

Warten auf US-Computerriesen

Die Rettungs-App ist in Zusammenarbeit des Ostschweizer Polizeikonkordats mit den Kantonen Freiburg und Waadt entstanden. Der Kanton St. Gallen war dabei federführend. Die Installation, Dokumentation und Inbetriebnahme hat die Kantonspolizei St. Gallen insgesamt 16 000 Franken gekostet. Für Benutzer ist die App kostenlos. Ursprünglich hätte die Anwendung bereits im Juli in den App-Stores aufgeschaltet werden sollen. Weil aber der US-Konzern Apple die Ostschweizer Notruf-App nicht wie geplant freigegeben hatte, musste der Start auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

www.rettemich.ch

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