Die IHK Thurgau unterstützt den Innovationspark

WEINFELDEN. Einen Tag vor der Budgetdebatte im Grossen Rat meldete sich gestern die Industrie- und Handelskammer Thurgau zum Innovationspark zu Wort. Sie unterstützt das Projekt eines Agro Food Innovation Parks in Frauenfeld.

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WEINFELDEN. Einen Tag vor der Budgetdebatte im Grossen Rat meldete sich gestern die Industrie- und Handelskammer Thurgau zum Innovationspark zu Wort. Sie unterstützt das Projekt eines Agro Food Innovation Parks in Frauenfeld. Die Ernährungswirtschaft sei ein bedeutender Pfeiler der Thurgauer Wirtschaft, schreibt die IHK. Gleichzeitig verfüge der Sektor Lebensmittel und Ernährung über ein grosses Innovationspotenzial. Die eigenständige Realisierung des Thurgauer Parks unabhängig vom Nationalen Innovationspark ermögliche kürzere Entscheidungswege und eine raschere Umsetzung. Ein themenbasierter, fokussierter Innovationspark werde als Chance für die Thurgauer Ernährungswirtschaft betrachtet, schreibt die IHK weiter.

Wirtschaft wird Chance nutzen

Voraussetzung für einen erfolgreichen Betrieb sei ein wissenschaftlicher Partner mit internationaler Anerkennung, erklärt die IHK. Die enge Verzahnung der Wissenschaft und der Wirtschaft erzeuge einen Zusatznutzen für die Unternehmen. Ziel sei es, innovative Ideen rasch in marktfähige Produkte umzusetzen. Der Innovationspark solle insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen unkomplizierte Kooperationsmöglichkeiten mit wissenschaftlichen Einrichtungen bieten, fordert die IHK. Der Verband gehe davon aus, dass Industrie und Gewerbe Entwicklungsaufträge vergeben und Flächen anmieten werden.

«Erfolg naturgemäss unsicher»

Die zur Verfügung stehenden Flächen seien sehr gross. Nach Einschätzung der IHK dürften sie nicht in diesem Ausmass beansprucht werden. Der realistischen Dimensionierung des Projekts ist ein besonderes Augenmerk zu schenken. Der Erfolg der Innovationstätigkeit sei naturgemäss unsicher. Das Projekt berge das Risiko des Scheiterns in sich. Die Kosten während der Projektphase seien tief zu halten und dürfen die budgetierten Beträge nicht überschreiten.

Heute Mittwoch entscheidet der Grosse Rat, ob der Kanton das Projekt mit 2,55 Millionen Franken anschieben will. (red.)