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Die HSG will über die Grenze: In Dornbirn soll ein Campus für Informatik und Digitalisierung entstehen

Die Universität St.Gallen verhandelt mit dem Land Vorarlberg über einen Campus in Dornbirn. Die Fachhochschule in Dornbirn soll so zum Innovationszentrum ausgebaut werden. Bereits in einigen Wochen wollen die Verantwortlichen eine Absichtserklärung unterzeichnen.
Luca Ghiselli
Der Campus der FH Vorarlberg in Dornbirn. Hier soll dereinst auch der HSG-Campus gebaut werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Campus der FH Vorarlberg in Dornbirn. Hier soll dereinst auch der HSG-Campus gebaut werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

«Der Weg zur Uni führt über die Schweiz», titeln die «Vorarlberger Nachrichten» am Samstag. Und der Weg führt offenbar primär nach St.Gallen. Landeshauptmann Markus Wallner will die Fachhochschule in Dornbirn für 100 Millionen Euro zu einem Innovationszentrum Vorarlberg machen, um die regionale und internationale Anziehungskraft des Bundeslandes zu steigern.

Landeshauptmann Markus Wallner. (Bild: Alexandra Serra)

Landeshauptmann Markus Wallner. (Bild: Alexandra Serra)

Bei diesem Unterfangen hofft er auf Unterstützung aus der Gallusstadt: «Wir sind in konkrete Vertragsverhandlungen mit der HSG eingestiegen», lässt sich Wallner zitieren. In den vergangenen drei Monaten habe eine Delegation aus Vorarlberg erste Treffen mit der Uni St.Gallen wahrgenommen. Wallner weiter:

«Das Ziel ist ein Vorarlberger HSG-Campus nach Vorbild eines Ablegers, den es bisher nur in Singapur gibt.»

An diesem HSG-Ableger ennet der Grenze soll es vor allem um die Themen Informatik und Digitalisierung gehen. «In der Schweiz werden von der HSG bis zu zehn Professorenstellen ausgeschrieben – wir sehen hier eine Chance», sagte Wallner den «Vorarlberger Nachrichten».

Vorarlberg ist auf St.Gallen zugekommen

Der St.Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker bestätigt diesen Sachverhalt auf Anfrage. «Wir sind seit einigen Monaten in Verhandlungen für einen HSG-Campus Vorarlberg.» Das österreichische Bundesland sei auf sie zugekommen, sagt Kölliker. Ennet der Grenze habe man die Bemühungen des Kantons – zum Beispiel mit der Einführung des Joint Medical Masters und der IT-Bildungsoffensive – aufmerksam verfolgt.

«Sie haben gesehen, dass wir innovativ unterwegs sind.»

Regierungsrat Stefan Kölliker. (Bild: Benjamin Manser)

Regierungsrat Stefan Kölliker. (Bild: Benjamin Manser)

Dass ein Universitätscampus in Dornbirn für Vorarlberg zahlreiche Vorteile bietet, ist klar. Was erhofft sich aber die HSG beziehungsweise der Kanton St.Gallen von dem Campus im nahen Ausland? Kölliker sagt:

«Es muss eine Win-Win-Situation resultieren.»

Wie diese genau aussieht, sei aber noch schwierig abzuschätzen. Parallel zu den Verhandlungen mit Vertretern aus Vorarlberg laufen diverse technische Abklärungen seitens der HSG – zum Beispiel in punkto Studentenaustausch und vereinfachtem Zugang zur HSG für Studierende aus Vorarlberg. «Hinzu kommen Abklärungen auf Bundesebene», sagt der St.Galler Bildungsdirektor.

In der Summe handle es sich um «anspruchsvolle Fragen», die es in den kommenden Wochen zu klären gelte. Dazu gehöre auch die Frage nach der Kostenteilung: Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner sagte gegenüber den «Vorarlberger Nachrichten», dass er «von 100 Millionen Euro ausgehe, um den Campus Dornbirn zum Innovationszentrum zu machen.» Es ist nicht vorgesehen, dass sich die HSG oder der Kanton St.Gallen an diesen Investitionen beteiligen. Der Kostenverteiler der neuen Zusammenarbeit werde gegenwärtig verhandelt, sagt Kölliker.

Absichtserklärung soll bald unterzeichnet werden

Wie geht es jetzt weiter? Die Verhandlungen zwischen den Partnern scheinen weit fortgeschritten. Kölliker sagt: «Wir wollen in den kommenden Wochen so weit sein, dass wir einen Letter of Intent unterzeichnen können.» Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Absichtserklärung der Verhandlungspartner, das Projekt HSG Campus Vorarlberg in die Tat umzusetzen.

Als Vorbild dient dabei der Hub, den die HSG in Singapur betreibt. «Ob wir den Campus Vorarlberg dereinst eins zu eins nach diesem Vorbild umsetzen, ist aber noch nicht klar», sagt der St.Galler Bildungschef.

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