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Die HSG expandiert nach Brasilien

HSG-Studierende können bei 200 Partneruniversitäten ein Austauschsemester absolvieren. In Singapur und São Paulo hat die Universität St.Gallen sogar Ableger gegründet. Dort sind reguläre Semester in interessanten Regionen möglich.
Kaspar Enz
Die Singapur Management University ist ein wichtiger Partner der HSG. (Bild: Alamy (Singapur, 14. Dezember 2017))

Die Singapur Management University ist ein wichtiger Partner der HSG. (Bild: Alamy (Singapur, 14. Dezember 2017))

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Ein Semester des Studiums im Ausland verbracht zu haben macht sich nicht nur gut auf dem Lebenslauf und bringt einen Einblick in fremde Kulturen. Es darf auch Spass machen. Drei Gründe, die Brasilien zu einem beliebten Ort für ein Auslandsemester machen. HSG-Studenten dürfen sich freuen: Bald bietet die Universität St.Gallen nämlich nicht mehr nur ein Semester in Asien, den «Asia-Term», in Singapur an, sondern auch ein Semester in der wirtschaftlichen Hauptstadt Brasiliens.

Bald steht das Brasilien-Semester

Vor zwei Jahren gründete die HSG ihre zweite Auslandvertretung: Das Gimla in São Paulo, das «St.Gallen Institute of Management in Latin America». Doch erst vor wenigen Wochen sind alle rechtlichen Fragen vor Ort geklärt worden. Das habe etwas länger gedauert als erwartet, sagt Ulrike Landfester, Prorektorin für Aussenbeziehungen der Universität St. Gallen, auf Anfrage der «Ostschweiz am Sonntag».

Nun kann das HSG-Institut in Brasilien ihre wichtigste Arbeit aufnehmen: «Es geht nun darum, ein reguläres Auslandsemester in Brasilien aufzubauen», sagt die Prorektorin. Nächstes Jahr soll es so weit sein. Zu einem solchen Auslandsemester gehört zwar Unterricht von HSG-Professoren im Ausland. «Wir arbeiten aber eng mit lokalen Universitäten zusammen», sagt Landfester. «Es geht schliesslich darum, eine andere Kultur hautnah zu erleben.» Ganz so, wie es beim «Asia-Term» bereits möglich sei. Rund 60 Studenten absolvieren zurzeit ein Auslandsemester in Singapur, wo die Uni St.Gallen unterdessen ein vollständiges Institut aufgebaut hat.

Voll angerechnetes Auslandstudium

Dabei hat die Uni St.Gallen Partnerschaften mit rund 200 Universitäten weltweit, in denen ihre Studenten ein Auslandsemester absolvieren können. Nach Singapur und bald auch São Paulo gehen die Studenten aber als Klasse. Und dank eigener Professoren und einer engen Zusammenarbeit kann sichergestellt werden, dass die Semester auch angerechnet werden. «Das ist bei manchen anderen Universitäten schwieriger», sagt Ulrike Landfester. «Und am Ende müssen die Studenten Kurse oder ganze Semester wiederholen.»

Dass die HSG gezielt in Singapur und São Paulo investiert, ist kein Zufall. «Asien und Lateinamerika sind zwei Regionen, wo zurzeit viel läuft», sagt Ulrike Landfester. Nicht nur wirtschaftlich. Deshalb seien diese Regionen für HSG-Studenten auch besonders interessant. «Solche Aussenvertretungen nützen besonders auch in Regionen, wo es sonst schwieriger ist, Fuss zu fassen.» In Europa und Nordamerika sei ein solches Engagement deshalb nicht notwendig.

Andere Rechtssysteme machen es kompliziert

Was São Paulo und Singapur ebenfalls gemeinsam haben: «Wir haben dort starke Netz­werke von HSG-Absolventen, die auch interessiert sind daran, mit uns in Kontakt zu bleiben.» Diese Alumni-Netzwerke lieferten in beiden Städten die Grundlagenarbeit für den Aufbau der Institute: Sie stellten Kontakte zu Universitäten und Institutionen vor Ort her und fädelten so die Zusammenarbeit ein, ohne die weder ein «Asia-» noch ein «Latin-America-Term» möglich wären.

Dass sich die Auslandinstitute in anderen Rechtssystemen befinden, mache ihren Aufbau bereits schwierig, sagt Landfester. Das zeige auch das Beispiel von São Paulo. Rechtssicherheit sei deshalb ebenfalls ein entscheidender Punkt, wenn es um die Auswahl von Standorten gehe. «Afrika wäre zwar interessant, fällt aber deshalb wohl vorläufig als Standort weg.»

Direkt dem Rektorat angehängt

Finanziell sind die Auslandvertretungen eng an die Heimat gebunden. Ihre Einrichtung muss die St.Galler Regierung genehmigen. Und anders als andere Institute unterstehen sie direkt dem Rektorat. Die Angestellten im Ausland unterstehen dem kantonalen Arbeitsrecht, und die Institutsleitungen müssen zweimal jährlich Rechenschaft ablegen.

Eher unüblich scheint auf den ersten Blick das Leitungsteam des Instituts in São Paulo: Es ist quasi ein Familienunternehmen. «Für die Stelle haben sich sowohl die jetzige Leiterin Vanessa Boanada-Fuchs als auch ihr Ehemann beworben. Beide sind ausgezeichnet qualifiziert.»

Ein Ehepaar als Chef

Dass sie ein Ehepaar sind, habe sich auch deshalb nicht negativ ausgewirkt, weil sie Eltern eines kleinen Kindes sind. «So konnten beide nach São Paulo ziehen. Wir sind bemüht, fa­milienfreundliche Lösungen zu finden.»

Noch ist das Team in São Paulo klein, das Lateinamerika-Semester noch nicht startklar. Ob das Gimla eines Tages ebenso gross wird wie die Aussenstelle in Singapur, wo die Uni St.Gallen mit einem achtköpfigen Team vertreten ist, ist noch nicht klar. «Der Aufbau soll Schritt für Schritt erfolgen», sagt Ulrike Landfester.

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