«Die haben das gar nicht nötig»

ST.GALLEN. Eine der zwölf Miss-Ostschweiz-Kandidatinnen erhält heute abend das Krönchen. Eine zweifelhafte Ehre, wenn es nach Julia Onken geht. Die Thurgauer Feministin hat die Kandidatinnen genauer betrachtet und glaubt, dass mehr in ihnen steckt.

Katrin Meier
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«Sie merken nicht, dass sie sich lächerlich machen», sagt Julia Onken über die Miss-Ostschweiz-Kandidatinnen. (Bild: pd)

«Sie merken nicht, dass sie sich lächerlich machen», sagt Julia Onken über die Miss-Ostschweiz-Kandidatinnen. (Bild: pd)

«Es ist erstaunlich, dass sich Frauen mit einer guten Ausbildung für eine solche Wahl anmelden», sagt Julia Onken, «die haben das gar nicht nötig.» Die Frauenrechtlerin und Buchautorin kann der Miss-Wahl nicht viel Positives abgewinnen: «Sie propagiert nicht nur ein völlig antiquiertes Frauenbild, sondern zeichnet auch nicht ein fortschrittliches Männerbild.»

Die Organisatoren würden die hübschen jungen Frauen für ihr Geschäft missbrauchen, sagt Onken, denn das Spiel mit Erotik funktioniere immer. «Die Mädchen selber merken nicht einmal, dass sie sich lächerlich machen, sondern finden das Ganze auch noch lustig.»

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