Die Grünliberalen steigen zu den Piraten ins Boot

ST. GALLEN. Der Sitz der St. Galler Grünliberalen im Nationalrat ist akut gefährdet. Vor vier Jahren holte die Partei dank eines Bündnisses mit der BDP einen der zwölf St.

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ST. GALLEN. Der Sitz der St. Galler Grünliberalen im Nationalrat ist akut gefährdet. Vor vier Jahren holte die Partei dank eines Bündnisses mit der BDP einen der zwölf St. Galler Sitze – auf Kosten der SVP: Der Sarganserländer Elmar Bigger verpasste die Wiederwahl, dafür zog die Altstätterin Margrit Kessler ins eidgenössische Parlament ein. Dieses Jahr schloss sich die BDP mit der CVP zusammen, die Grünliberalen standen ohne Partner da.

GLP hofft auf weitere Partner

Nun haben die Grünliberalen doch noch einen Bündnispartner gefunden: Die Partei setzt auf eine Verbindung mit der Piratenpartei, die dieses Jahr im Kanton St. Gallen erstmals zu den Nationalratswahlen antritt.

Offiziell mitgeteilt wurde das Bündnis nur von der Piratenpartei, die Grünliberalen verzichteten auf eine Mitteilung. Der Grund: Die Partei hat die Hoffnung auf zusätzliche – und vor allem potentere – Listenpartner nicht aufgegeben. Man werde übers Wochenende weitere Gespräche mit anderen Parteien führen und allenfalls am Montag informieren, sagt Co-Präsidentin Jacqueline Gasser auf Anfrage. Die Frist für die Eingabe von Listenverbindungen läuft am kommenden Montag um 17 Uhr ab.

Piraten betonen Gemeinsamkeit

Die Piraten zeigen sich derweil erfreut über den prominenten Partner. «Die Piratenpartei setzt auf ihrem Kurs ins nationale Parlament auf eine Partnerschaft mit der GLP, die sich denselben Werten verschrieben hat», heisst es in der Medienmitteilung. Um welche Werte es sich handelt, lässt die Partei offen. Sie räumt zudem ein, ebenfalls offen zu sein für weitere Listenverbindungen. (ar)