Die Grünen empfehlen SP-Kandidatin Laura Bucher für den zweiten Wahlgang: «Für ein soziales Minimum in der St.Galler Regierung»

Einstimmung unterstützt der Kantonalvorstand der St.Galler Grünen Laura Bucher von der SP für den zweiten Wahlgang der Regierungsratswahl am 19. April. Ihre eigene Kandidatin haben sie bereits vor zwei Wochen aus dem Rennen genommen.

Katharina Brenner
Drucken
Teilen
Die Rheintalerin Laura Bucher, 35, Gerichtsschreiberin am Bundesverwaltungsgericht will für die SP in die St.Galler Regierung.

Die Rheintalerin Laura Bucher, 35, Gerichtsschreiberin am Bundesverwaltungsgericht will für die SP in die St.Galler Regierung.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Für den zweiten Wahlgang am 19. April empfiehlt der Kantonalvorstand der St.Galler Grünen Laura Bucher, die Kandidatin der SP. Einstimmig und ohne Enthaltung. Parteipräsident Thomas Schwager sagt:

«Es braucht unbedingt ein starkes soziales Gewissen in der Regierung.»

Den Ausgang des ersten Wahlgangs nennen die Grünen in einer Mitteilung «ungenügend». Dies, weil vier der fünf besetzten Sitze an bürgerliche Politiker gingen, darunter eine Frau. Neben der sozial engagierten Mittepolitikerin Susanne Hartmann brauche St. Gallen eine zweite Frau in der Regierung.

Thomas Schwager, Präsident Grüne Kanton St.Gallen

Thomas Schwager, Präsident Grüne Kanton St.Gallen

Regina Kühne

Weiter betont die Partei, wie wichtig es sei, die Folgen der Coronakrise sozialverträglich abzufedern. «Ohne Laura Bucher wäre die neue Regierung noch bürgerlicher, als sie es heute schon ist», so Schwager.

Erst einmal den Verzicht verarbeiten

Bereits vor zwei Wochen hatten die Grünen darüber informiert, dass ihre eigene Kandidatin Rahel Würmli im zweiten Wahlgang nicht antreten würde. Warum spricht sich der Kantonalvorstand erst jetzt für Laura Bucher aus? «Unser Verzicht im zweiten Wahlgang war ein schwerer Schritt. Wir wollten erst diesen gehen und verarbeiten, bevor wir die nächste Entscheidung fällen», so Schwager. Dass der Verzicht nicht leicht gefallen war, zeigte allein der Titel der Medienmitteilung: «Grünes Herz im Widerspruch mit dem Kopf.»

Der zweite Wahlgang findet trotz Coronakrise am 19. April statt. FDP und SVP finden das falsch, die SP heisst es gut. Auch die Grünen sprechen sich für die Wahl im April aus. Parteipräsident Schwager sagt:

«Es braucht die neue Regierung.»

Neben Laura Bucher (SP) kandidieren Michael Götte (SVP) und Beat Tinner (FDP).

Mehr zum Thema