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Die Finanzierung von Dolmetschern ist nicht geregelt

Die Verständigung ist eine der grössten Hürden, wenn es um die psychotherapeutische Behandlung von Flüchtlingen geht. In den meisten Fällen muss für die Therapie ein Dolmetscher beigezogen werden. Doch deren Finanzierung ist im Gesundheitswesen ungelöst. So sind die Krankenkassen gemäss einem Bundesgerichtsurteil derzeit nicht verpflichtet, Übersetzungsdienste zu bezahlen, da es sich dabei nicht um eine medizinische Leistung handelt. Bei spezialisierten ­Therapiezentren werden die Kosten für die Dolmetscher von den Trägervereinen, etwa dem Schweizerischen Roten Kreuz, übernommen. Psychotherapeuten in Privatpraxen müssen Übersetzungsdienste hingegen aus der eigenen Tasche bezahlen. Zwar empfahl die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren schon 2010, Dolmetscherdienste über Leistungsvereinbarungen mit den Spitälern zu subventionieren. Bislang tun dies aber nur einige wenige Kantone.

Die mangelhafte Finanzierung der Dolmetscher wird als einer der Gründe für die psychiatrische Unterversorgung traumatisierter Flüchtlinge gesehen. Die Therapiezentren, die sich im Verbund «Support for Torture Victims» zusammengeschlossen haben, fordern deshalb, dass Krankenkassen oder auch Sozialämter die Kosten übernehmen und dafür ­entsprechende gesetzliche Grundlagen geschaffen werden. Das Bundesamt für Gesundheit prüft derzeit, wie die Finanzierung von Dolmetschern einheitlich geregelt werden könnte. (hae)

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