Die ersten Anfragen sind schon da

ST.GALLEN/FRAUENFELD. Die Open Airs St.Gallen, Frauenfeld und Gurten wollen Sponsoren, die bereits an einem der Festivals werben, als Partner für alle drei Anlässe gewinnen. Im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft wollen sie sich auch über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Freiluftfestivals austauschen.

Daniel Walt
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Spannt mit dem Open Air Frauenfeld sowie jenem auf dem Gurten zusammen: das OpenAir St.Gallen. (Bild: Urs Jaudas)

Spannt mit dem Open Air Frauenfeld sowie jenem auf dem Gurten zusammen: das OpenAir St.Gallen. (Bild: Urs Jaudas)

Die Einnahmen der Stars aus CD-Verkäufen sinken ständig. Um die Verluste wettzumachen, verlangen sie immer höhere Gagen für Auftritte. Damit haben auch die Freiluftfestivals zu kämpfen. Sabine Bianchi, Mediensprecherin des OpenAirs St.Gallen: «Klar kann man hie und da die Ticketpreise leicht anpassen. Dem sind aber Grenzen gesetzt.» Demzufolge steigt die Bedeutung von Sponsorengeldern, welche dazu beitragen, die Zukunft der Festivals langfristig zu sichern.

Bereits eine erste Anfrage
Auch vor diesem Hintergrund haben die Freiluftfestivals St.Gallen, Frauenfeld und Gurten eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. «Jedes Open Air bringt seine Werbekontakte ein. Die Zusammenarbeit erlaubt es uns, vernetzter an Werbepartner zu gelangen», sagt Sabine Bianchi. So wollen die drei Festivals potenziellen Sponsoren die Möglichkeit geben, nicht nur an einem, sondern im Paket an mehreren Festivals zu werben. Kaum hatten die drei Veranstalter ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben, ging beim OpenAir St.Gallen prompt eine erste Anfrage ein: «Der entsprechende Partner wirbt bereits an zwei Festivals», so Sabine Bianchi.

Erfahrungsaustausch fördern
Führt die Partnerschaft der drei Open Airs auch dazu, dass sie gemeinsam Werbung für die Musikfestivals machen? Laut Sabine Bianchi steht das wegen der unterschiedlichen Daten und Ausrichtungen der Anlässe nicht im Vordergrund. Die engeren Kontakte sollen dafür den Erfahrungsaustausch zwischen den Verantwortlichen fördern. Sabine Bianchi: «Ein solcher kann beispielsweise das Thema Bändel betreffen, mit denen wir dieses Jahr zum ersten Mal die Altersklassifizierung vornahmen.» Aber auch über mögliche künftige Entwicklungen wie etwa bargeldloses Zahlen an Open Airs könne man so gemeinsam diskutieren.

Weniger Aufwand für Werbepartner
Laut Joachim Bodmer, Sprecher des Open Airs Frauenfeld, gibt es schon seit längerem Kontakte zwischen den Verantwortlichen der drei Festivals. Das Thema einer strategischen Partnerschaft sei immer stärker aufgekommen, so Bodmer. Vorteile verspricht er sich weniger für seinen Anlass als vielmehr für die Werbepartner: «Sie haben nur noch eine Ansprechperson, können aber nach Wunsch an drei Festivals präsent sein», hält er fest. So könne der administrative Aufwand reduziert werden. Joachim Bodmer berichtet von mehreren Anfragen, die nach Bekanntwerden der strategischen Partnerschaft bereits eingegangen seien. Ziel des Open Airs Frauenfeld ist es laut Bodmer, das bereits hohe Niveau der Werbepartnerschaften langfristig halten zu können.

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