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Die dümmste Busse der Welt

Nebenschauplatz

Was ist die dümmste Busse, die man sich einfangen kann? Die Meinungen werden auseinandergehen, jeder und jede hat da wohl sein persönliches Beispiel, das dümmer nicht geht. Auch wenn wir uns hier auf den Strassenverkehr per Auto beschränkten, dürfte es unterschiedlichste Exempel geben. Bei Rot über eine Kreuzung zu fahren, den 0,7-Bruchteil einer Sekunde verpasster Reaktionszeit, wie es jüngst einem Kollegen passierte, und dann mit 250 Franken gebüsst zu werden – das ist sicher dumm. Und saublöd auch eine schmerzlich hohe Busse wegen überhöhter Geschwindigkeit, sei es auf der Autobahn oder in der 50er-Dorfzone, sehr dumm und verdient. Aber, kann man sich trösten, diese Bussen gab es wenigstens wegen einer Übertretung – immerhin konnte man sich einige Sekunden am (okay, ziemlich dummen) Reiz einer anarchistischen Grenzüberschreitung laben.

Nein, die dümmste Busse gilt nicht einer aktiven Tat, sondern einer passiven Nachlässigkeit. Man wird gebüsst für etwas, das man schlicht vergessen hat. Die Leserschaft riecht den Winterbraten: Richtig, die Vignettenkontrollpolizei hat mich erwischt. Die sind jetzt nach der haarsträubenden Verfolgung des St. Galler «Vignetten-Depps» (so der passende «Blick»-Titel diese Woche) sowieso auf der Hut. Mich traf es gestern am frühen Nachmittag auf der Autobahneinfahrt Meggenhus Richtung St. Gallen. Direkt nach einer Beerdigung, aber das tut nichts zur Sache. 200 Franken Bussgeld, dazu 40 für die Vignette. Ob ich gleich bezahlen könne, wenigstens für die Autobahnmarke? Nicht mal das, abgezählte 38 Franken ergab der Hosensackinhalt.

Im vergangenen Winter hatte ich bereits im Dezember zwei Vignetten, eine gekauft, eine geschenkt erhalten – dieses Jahr habe ich den 40-Franken-Kleber schlicht vergessen. Offenbar war ich im Januar nie an einem Postschalter, an einem Kiosk oder in einem Volg. Erster Gedanke: 200 Stutz, nicht 100? Frechheit! Wann haben die gierigen Gebührenjäger den Betrag dermassen erhöht? Zweiter Gedanke: dumm, nur dumm. Wäre ich doch auf der alten Mörschwiler Strasse gefahren – mit angepasster Geschwindigkeit, selbstverständlich. (mel)

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