«Die Blumen nerven»

Umfrage Mücken, ein Renntöff und das Jawort – Nicht nur die heissen Temperaturen bringen die Ostschweizer diesen Sommer ins Schwitzen. Wir haben nachgefragt, was die Menschen freut, nervt und in Wallung bringt. Livia Büchler

Drucken
Teilen

Jessica de Aranjo, 16, Schülerin, St. Gallen

Die doofe Sommermode nervt mich! Sie ist viel zu farbig und überall hat es Blumen und Rüschchen drauf, das kann ich überhaupt nicht haben. Am liebsten habe ich schwarze und dunkle Kleidung. Und schlicht muss sie sein. Das Beste diesen Sommer ist, dass ich zum ersten Mal am OpenAir St. Gallen übernachten darf, das ist voll cool. Vergangenes Jahr musste ich nämlich zu Hause schlafen. Ach ja und die Pferde-Bremsen, die meine Pflegetiere immer stechen, gehen gar nicht. Ich kann mit den Pferden so nicht richtig trainieren, sie sind die ganze Zeit genervt und versuchen die Bremsen zu verjagen. Beim Ausreiten ist das ziemlich mühsam. Und in der Reithalle ist es einfach zu stickig.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . gehe ich mit den Pferden schwimmen.»

Mustafa Blerim, 31, Vorarbeiter, Engelburg

In der Schweiz gibt es so viele Abstimmungen, das ärgert mich schon ein bisschen. Und es wird ständig über Politik geredet. Ich gehe aber trotzdem immer wählen. Und fast jeden Tag bekomme ich einen Einzahlungsschein oder muss irgendwelchen Papierkram erledigen, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Und eigentlich ist die Arbeit schon stressig genug. All diese Sachen sind halt im Sommer auch da. Super war, dass ich die Tour de Suisse dieses Jahr live erleben konnte und die Fahrer vorbeisausen sah. Das war ein Erlebnis.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . fliege ich für eine Woche in die Türkei und vergesse den Alltag.»

Alexandra Chennaoui, 33, Praxisassistentin, St. Gallen

Ich schwitze wegen meiner Schwangerschaft, beim Fussballspielen mit meinem Sohn und wenn es auf der Autobahn einen Stau gibt. Auch die bevorstehende Geburt wird mich ziemlich ins Schwitzen bringen.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . gönne ich mir eine kalte Dusche und einen Kaffee.»

Priska Frei, 29, Stv. Abteilungsleiterin, Amriswil

Diesen Sommer mache ich mit meinem Freund einen Road-Trip durch Holland. Ich gehöre zu den Menschen, die von einem ständigen Fernweh begleitet werden, deshalb freue ich mich sehr auf diese zehn Tage und darauf, den Kopf durchzulüften. Wir werden uns einfach treiben lassen und sehen, wohin wir kommen. Das kann einen schon etwas ins Schwitzen bringen, weil nie klar ist, wo man am Ende des Tages landet. Diese Ungewissheit ist für mich aber ein positiver Kick und ich geniesse die Spontanität einer solchen Reise. Ich freue mich besonders auf neue Bekanntschaften und Eindrücke.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . ruhen wir uns am Abend aus und lassen den Tag Revue passieren.»

Yannik Schumacher, 17, KV-Lehrling, Niederbüren

Was mich ins Schwitzen bringt? Schöne Frauen natürlich. Ich fliege bald in die Türkei in die Ferien und die hübschen Frauen in Bikinis werden mich am Strand bestimmt ins Schwitzen bringen. Was ich am Sommer gar nicht mag, sind die Insekten, die Mücken. Und unklimatisierte Busse nerven mich auch, da stinken die Fahrgäste immer so nach Schweiss.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . kühle ich mich im Meer ab. Raketen-Glaces gibt es in der Türkei leider nicht.»

Daniel Looser, 26, Logopäde, Herisau

Ich werde am 7. August heiraten. Das Ja-Sagen fällt mir überhaupt nicht schwer, aber im letzten Moment werde ich vielleicht doch etwas ins Schwitzen kommen. Wir werden im Wald heiraten und ich hoffe, dass die Wetterprognose uns nicht in der letzten Woche vor der Hochzeit mit einer schlechten Voraussage ins Schwitzen bringt. Wir hoffen natürlich auf Sonnenschein. Ich werde bald meine erste Stelle als Logopäde anfangen, darauf bin ich auch ziemlich gespannt. Ich habe erst diese Woche meine Ausbildung abgeschlossen.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . springe ich in einen Weiher und esse eine Twister-Glace.»

Christopher Scherrer, 29, Sachbearbeiter, St. Gallen

Hmm . . . ich lasse mich eigentlich nicht so schnell aus der Ruhe bringen und am Sommer nervt mich nichts. Gross ins Schwitzen werde ich eher nicht kommen, ich freue mich aber sehr aufs OpenAir St. Gallen. Das sind vier Tage Freiheit im Sittertobel, alle OpenAir-Besucher sind locker und haben gute Laune. Ich freue mich auch sehr auf die Konzerte auf der Sitterbühne, werde aber nicht zuvorderst in der Menge dabei sein. Besonders schweisstreibend wird das für mich also nicht.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . hilft ein kühles Bier oder leichter Sommerregen.»

Silvan Bienz, 21, Student, Jona

Die Prüfungen an der HSG haben mich ziemlich ins Schwitzen gebracht, vor allem die Russisch-Prüfung. Ich habe aber im Grossen und Ganzen ein gutes Gefühl. Nächste Woche habe ich noch zwei mündliche Tests und dann ist es geschafft. Meine Reise durch Florida und die Karibik wird das Highlight dieses Sommers.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . springe ich ins Meer, trinke einen Cocktail und relaxe.»

Leena Eichenberger, 15, Schülerin, Mörschwil

Ich mache in den Ferien mit zwei Freundinnen eine Velotour um den Bodensee, das wird uns ins Schwitzen bringen. Wir haben das im letzten Jahr schon gemacht und es war lustig. Auf dem Weg machen wir Pausen, wo immer es uns gefällt und hüpfen in den See. Manchmal fahren wir dann gleich im Bikini weiter.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . schwimmen wir im See, wo und wann immer wir Lust haben.»

Patrick Andrea Grüter, 21, Student, Zürich

Ins Schwitzen? Ähm . . . ich fahre Renn-Töff. Das wird mein Kick sein diesen Sommer, mein positiver Schweiss sozusagen. Negativen Schweiss kriege ich beim Arbeiten. Nach dem Militär und einer Reise mache ich jetzt einen schlecht bezahlten Übergangs-Job, um vor dem Studium etwas Geld zu verdienen. Ich hoffe, dass meine Kollegen und ich uns die Möbel-Wünsche für unsere WG, die wir neu einrichten, dann erfüllen können.

Wenn es zu heiss wird . . .

«. . . schwimme ich im Zürichsee und verbringe meine Freizeit im Garten.»

Aktuelle Nachrichten