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Die Ausserrhoder FDP-Nationalratskandidatin Jennifer Abderhalden sagt «Zubi» den Kampf an

An der Delegiertenversammlung der Ausserrhoder FDP wurde Jennifer Abderhalden fast einstimmig als Nationalratskandidatin nominiert. Sie wolle den einzigen Sitz in der grossen Kammer nicht kampflos der SVP überlassen, sagt sie in ihrer Ansprache.
Claudio Weder
Jennifer Abderhalden hält nach ihrer Nomination vor rund 200 Anwesenden eine Ansprache. (Bild: Claudio Weder)

Jennifer Abderhalden hält nach ihrer Nomination vor rund 200 Anwesenden eine Ansprache. (Bild: Claudio Weder)

Die Erleichterung darüber, dass die Ausserrhoder FDP den einzigen Sitz im Nationalrat nicht kampflos der SVP überlassen muss, war am Partei-Sommerfest in der Schreinerei Nägeli in Gais deutlich spürbar. Die von der FDP Speicher vorgeschlagene Jennifer Abderhalden wurde von den 78 anwesenden Delegierten fast einstimmig nominiert, es gab nur eine Gegenstimme und eine Enthaltung, kritische Wortmeldungen blieben aus. Die Nominierung von Andrea Caroni als Ständeratskandidat fiel ebenso eindeutig aus.

«Unsere Partei wurde durchgerüttelt», sagte FDP-Parteipräsidentin Monika Bodenmann mit Rückblick auf die vergangenen Wochen. «Nach dem kurzfristigen Rückzug der Kandidatur von Daniela Merz sind wir formal nicht mehr in der Lage gewesen, einen Nominationsvorschlag im Namen der Parteileitung zu machen.» In der Folge waren die Ortsparteien gefragt. Mit der Nomination von Jennifer Abderhalden haben die Liberalen nun ihr Ziel, einen Einervorschlag in die Delegiertensammlung zu bringen, erreicht. «Wir waren von Anfang an überzeugt, dass wir im Wahlkampf gegen einen bisherigen Nationalrat nur eine Chance haben, wenn wir als eine geschlossene FDP antreten», so Monika Bodenmann.

Über die Kantonsgrenzen hinweg denken

Entschlossen, diesen Wahlkampf gegen Zuberbühler anzutreten, zeigte sich denn auch die Kandidatin selbst:

«Ich sehe es als unsere Pflicht, der Ausserrhoder Bevölkerung eine Alternative zu David Zuberbühler vorzuschlagen. Es kann nicht sein, dass unser traditioneller, liberaler und weltoffener Kanton den einzigen Sitz im Nationalrat kampflos der SVP überlässt.»

Abderhalden sagt, sie lege Wert auf einen fairen Wahlkampf. Gegen Zuberbühler könne die 41-jährige Juristin und Betriebswirtschafterin nichts Schlechtes sagen – sie kenne ihn nicht persönlich.

«Ich weiss aber, dass Zuberbühler auf politischer Ebene nicht die gleichen Werte vertritt wie ich, die FDP sowie ein grosser Teil der Ausserrhoder Bevölkerung.»

Jennifer Abderhalden ist in Gais aufgewachsen und wohnt seit 13 Jahren mit ihrer Familie in Speicher. Im Appenzellerland ist sie politisch ein noch unbeschriebenes Blatt, jedoch war sie bereits während ihres HSG-Studiums bei den Jungfreisinnigen sowie bei den FDP Frauen des Kantons St. Gallen aktiv. «Erst mit dem Wechsel in die Stadtverwaltung St. Gallen im Jahr 2016 ist die Politik ein Teil meines Berufsalltags geworden», sagt sie. Als Stabschefin der Direktion Inneres und Finanzen beantwortet sie Vorstösse des Stadtparlamentes, nimmt an Vernehmlassungen teil und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für den Stadtrat.

Mit einem gewissen überregionalen Blickwinkel legte sie denn auch ihre Motivation für ein Nationalratsmandat dar. Ein Amt in einem nationalen Gremium sei für sie deshalb reizvoll, weil sie zusammen mit anderen Parlamentsmitgliedern die Rahmenbedingungen der Schweiz mitgestalten könne. Die Interessen der Ausserrhoder Bevölkerung wolle sie ebenso vertreten, allerdings würden sich diese ihrer Meinung nach nicht von denjenigen der Nachbarkantone unterscheiden.

«Um zu guten Lösungen zu kommen, ist es wichtig, nicht in Kantonsgrenzen zu denken, sondern regional.»

Abderhalden betont, dass es wichtig sei, gemeinsam mit anderen Ostschweizer Parlamentariern für gute Lösungen in der Ostschweiz einzustehen. Zum Beispiel in der Verkehrspolitik.

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