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Die Appenzeller sind die Väter der Vorarlberger Käsekultur

Christoph Zweili
Im 17. Jahrhundert haben Appenzeller Sennen die Fettsennerei im Bregenzerwald eingeführt.

Im 17. Jahrhundert haben Appenzeller Sennen die Fettsennerei im Bregenzerwald eingeführt.

Die Bregenzerwälder sind stolz auf ihren Käse. Ihrer Käsekultur haben sie eine eigene Käsestrasse gewidmet, die eigentlich gar keine ist, sondern mehr ein Zusammenschluss von Landwirten und Alpen, Sennen und Käsemachern. Doch: Wer hat’s erfunden? Ihnen allen – und besonders den Touristen – sei hier in Erinnerung gerufen, dass die Fettsennerei im Bregenzerwald vom späten 17. Jahrhundert an von Appenzeller Sennen eingeführt worden ist. Bis dahin hatte man dort ausschliesslich Magerkäse und Butterschmalz hergestellt.

Landesarchivar Alois Niederstätter verweist auf einen Aufsatz im Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins von 1949: Der «Schweizerkäse», der schon lange Gewinne erzielt hatte, weckte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehr und mehr das Interesse einzelner Grundherrn, Städter und Bauern. Sie entschlossen sich, ihre alten Sennereibetriebe zu modernisieren oder neue anzulegen. Dafür zog man die Experten aus der Schweiz bei. Es kam zu einer regelrechten «Appenzellerwanderung» in den Bregenzerwald. Von diesen Leuten sei eine «mächtige Wirkung» ausgegangen. Sie hätten zur Verbreitung der Fettsennerei «entscheidend beigetragen». Der Vorarlberger Käse ist also in gewisser Weise auch ein Ostschweizer.

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