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Die App für das Gesetz

Die St. Galler Gesetze lassen sich neu auf das Handy laden. Das erleichtert unter anderem die Arbeit der Polizei.
Sina Bühler

Seit neuestem kann die St. Galler Bevölkerung eine App namens «Gallex» in den App-Stores von Apple und Google herunterladen. Nur, wer braucht so etwas? Gibt es tatsächlich Nutzerinnen und Nutzer, die im Zug unterwegs nachlesen, was im Sozialhilfe- oder Baugesetz steht? Es sei offenbar ein Bedürfnis der Öffentlichkeit, erklärt Philipp Egger von der St. Galler Staatskanzlei. Der Kanton habe Hinweise bekommen, dass die Webseite vermehrt mobil genutzt werde.

Mit Hilfe der Apps, die ingesamt 30 000 Franken gekostet haben, lassen sich die Gesetze auch herunterladen und bei Bedarf ohne Internetverbindung lesen. Das war vor allem einer Gruppe von Nutzern wichtig, den Kantonspolizisten: Die Polizei arbeite oft mit Handy-Applikationen, sagt deren Mediensprecher Florian Schneider: «Der Arbeitsplatz wird mobiler und vor allem schneller und sicherer.» Kann sich ein Polizist direkt bei der Kontrolle in das Fahndungssystem einwählen, werden viele Funkverbindungen oder Telefonate in die Zentrale überflüssig. Das Projekt nennt sich «Kapo goes mobile» und stellt der Polizei nicht nur alle Sorten benötigter Apps aufs Handy – fast wichtiger noch, schützt es den Informationsaustausch derart sensibler Daten.

Sicherheit kantonseigener Websites verbessert

Das gilt auch für eine weitere Verbesserung in der kantonalen Online-Welt: Gleichzeitig mit der App hat der Kanton die Sicherheit mehrerer seiner Webseiten verstärkt. So ist nun gesetzessammlung.sg.ch mit einem SSL-Zertifikat geschützt. SSL ist eine Verschlüsselungstechnik, die kaum gehackt werden kann; Banken nutzen solche Zertifikate für E-Banking, Online-Shops schützen damit die Zahlungsangaben ihrer Kunden. Auch hier fragt sich: Wozu braucht das der Kanton? Laut Philipp Egger ist eine sichere Verbindung eine der Voraussetzungen, damit die elektronische Gesetzessammlung irgendwann rechtsverbindlich ist, denn die Verschlüsselung mit SSL stellt sicher, dass die Daten nicht verändert werden können. «Bis heute gilt grundsätzlich nur die gedruckte Gesetzessammlung», sagt Egger; um die elektronischen Sammlungen aufzunehmen, müsste das Gesetz geändert werden.

Auch das Informationssystem des Kantonsrates (ratsinfo.sg.ch), die elektronische Form des Amtsblattes und abstimmungen.sg.ch sind im selben Schritt verschlüsselt worden. Ob Nutzer auf einer gesicherten Seite surfen, erkennen sie an der Adresse: aus «http» wird dann «https».

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