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Das könnte teuer werden: Nach der «Abbruchparty» mit Autobrand muss Boden abgetragen werden

Die «Abbruchparty» eines Hauses an der St.Galler Stadtgrenze bei Speicherschwendi hat ein Nachspiel: Die Polizei sucht nach der Person, die ein Auto angezündet hat und es könnte teuer werden für den Hausbesitzer.
Christa Kamm-Sager
Das Schrottauto wurde bei der «Abbruchparty» von einer unbekannten Person in Brand gesetzt. (Bild: zVg)

Das Schrottauto wurde bei der «Abbruchparty» von einer unbekannten Person in Brand gesetzt. (Bild: zVg)

Nachbarn der alten Liegenschaft an der Rehetobelstrasse bei Speicherschwendi hatten sich am Samstagabend bei der Polizei gemeldet, als ein Auto lichterloh brannte und eine «Party» aus dem Ruder zu laufen schien. Mit dem Eintreffen einer Patrouille der Stadtpolizei und der Feuerwehr lösten sich die rund 100 Partygäste der «Abbruchparty» schnell in Luft auf. «Um 19.30 Uhr ist die Stadtpolizei vor Ort eingetroffen und bald darauf auch die Feuerwehr», sagt Gian-Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Plötzlich 100 Gäste

Der Gastgeber und Hausbesitzer hatte Freunde und Bekannte zu einer «Abbruchparty» eingeladen – die Kunde von der aussergewöhnlichen Party machte die Runde und der Gastgeber sah sich - «nicht ganz unschuldig», wie Rezzoli sagt – plötzlich mit gegen 100 Gästen konfrontiert.

Da sei ihm die Situation über den Kopf gewachsen und er sei schliesslich überfordert gewesen mit der Zerstörungswut seiner Gäste. Neben dem angezündeten Auto wurden auch Scheiben eingeschlagen, Möbel zertrümmert und Schränke aus dem Fenster geworfen. Der Hausbesitzer sage, dass er nicht wisse, wer das Auto in Brand gesetzt habe.

Boden abtragen und entsorgen

Das sei grundsätzlich eine ganz «abstruse Idee», so Rezzoli. «Ein Hausabbruch gehört in die Hände von Profis.» Ein Fest daraus zu machen, sei schlicht viel zu gefährlich, vor allem, wenn auch noch Alkohol fliesse. Bis jetzt habe die Polizei glücklicherweise aber keine Kenntnis von verletzten Personen.

Vertreter des Amts für Umwelt des Kantons St.Gallen werden am Dienstag nochmals mit der Polizei in Kontakt treten und die Situation vor Ort begutachten. Es sei dann Sache der Staatsanwaltschaft, das verbrannte Auto zur Entsorgung frei zu geben. «Die oberste Schicht des Bodens muss mit grosser Wahrscheinlichkeit abgetragen werden, weil durch das brennende Fahrzeug Schadstoffe ins Erdreich gelangen konnten», so Marco Paganoni, Stabsmitarbeiter des Amts für Umwelt.

Die Staatsanwaltschaft wird dann gemäss Rezzoli auch entscheiden müssen, was strafrechtlich relevant sei und wer für die Kosten der Einsätze aufkommen müsse. Der Hausbesitzer lässt sich in «20minuten» online zitieren, dass er bereits an der Party Geld gesammelt habe für die Kosten von Feuerwehr- und Polizeieinsatz und er trotz allem die «Party seines Lebens» gefeiert habe.

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