Deutsche Schoggi für die SVP

Die SVP ist so ziemlich gegen alles, was kein Schweizerkreuz drauf hat. Das behaupten zumindest die Gegner der SVP. Dass dies nicht stimmt, beweist die Partei regelmässig. Zum Beispiel im St. Galler Wahlkampf.

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Die SVP ist so ziemlich gegen alles, was kein Schweizerkreuz drauf hat. Das behaupten zumindest die Gegner der SVP. Dass dies nicht stimmt, beweist die Partei regelmässig. Zum Beispiel im St. Galler Wahlkampf.

Ein Vergleich zeigt: Was die Wahlwerbung angeht, hat sich nur die SVP wirklich Gedanken gemacht. Die SP verteilt mit Unschuldsmiene rote Schöggeli, die sich bei genauerem Hinsehen als Premiumprodukt eines regionalen Traditionsproduzenten entpuppen. Salon-Sozi-Schoggi sozusagen. Die Grünen sind nicht viel besser. Die Ökopartei belastet ihr Gewissen mit Schoggiherzen aus Thurgauer Produktion. Ausserkantonal zwar, aber dennoch regional. Und erst noch in Alufolie statt klimaneutralem Bananenblätterpapier.

Die SVP hingegen zeigt Vernunft, Weltoffenheit und Weitsicht. Sie geht als einzige Partei mit kostengünstiger EU-Schokolade auf Stimmenfang. Mit Friedel-Schokolade, made in Germany. Geschmacklich ist die deutsche SVP-Schoggi irgendwo zwischen schwedischen und britischen Produkten anzusiedeln: Eine schwache Kakao-Note, dafür umso dominanter die EU-Milch. Das ist bemerkenswert – und ein starkes Zeichen gegen die Engstirnigkeit der Linksparteien. Die SVP hat erkannt: Angesichts der anhaltenden Frankenstärke ist es angezeigt, ausländische Arbeitsplätze zu stärken – die inländischen sind ohnehin nicht mehr zu retten. Hinzu kommt, dass die Parteien nicht im Geld schwimmen. Das sauer zusammengebettelte Wahlkampfgeld für teure Schweizer Premium-Schoggi ausgeben? Wäre ja noch schöner! Geld lässt sich in der Politik sinnvoller einsetzen. Zum Beispiel für eine Volksinitiative gegen den Inländervorrang bei Wahlkampf-Schokolade. (ar)

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