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Deutliches Signal gegen tödliche Zäune im Kanton St.Gallen: 11'187 Unterschriften überreicht

Jäger- und Umweltverbände im Kanton St.Gallen haben ihre kantonale Initiative «Stopp Tierleid» mit über 11'000 Unterschriften eingereicht.
Gossauer Bauern brechen mit Hilfe des Zivilschutzes Zäune ab. (Bild: Ralph Ribi)

Gossauer Bauern brechen mit Hilfe des Zivilschutzes Zäune ab. (Bild: Ralph Ribi)

(sda/mel) Am 4. Februar lancierten St.Galler Jägerschaft, Pro Natura und WWF die Gesetzesinitiative «Stopp dem Tierleid – gegen Zäune als Todesfallen für Wildtiere». Fünf Monate später haben sie das Volksbegehren mit 11'187 Unterschriften der Staatskanzlei übergeben. Vor der Übergabe am Donnerstag fand auf dem St.Galler Klosterplatz eine kurze Information statt. Die Schachteln mit den Initiativbogen waren auf dem Brunnen vor der Festspielbühne aufgeschichtet, dekoriert mit einem ausgebleichten Tierschädel.

Kein Sinn für die Veranstaltung zeigte ein Sicherheitsmann auf dem Klosterplatz, der ziemlich resolut eine Bewilligung für den Anlass sehen wollte. Da waren die Reden bereits vorbei. Peter Weigelt, Präsident Revierjagd St.Gallen und ehemaliger FDP-Nationalrat, hatte ausgeführt, man habe möglichst viele Unterschriften einreichen wollen und deshalb die Frist bis zum letzten Tag ausgenutzt. Statt der benötigten 6000 kamen so über 11'000 zusammen. Dies ohne besondere Aktionen – für Weigelt ein klares Signal für die Volksabstimmung, der man sehr zuversichtlich entgegensehe.

An Waldrändern über Monate unter Strom

In der Initiative geht es um den Schutz von Wildtieren, die wegen nicht notwendigen Zäunen verenden oder verletzt werden. Stacheldraht und Zäune in Wäldern sollen grundsätzlich verboten werden. Für gefährliche Umzäunungen wie elektrische Zäune oder Weidenetze verlangt die Initiative klare Vorgaben wie Rückbaupflichten mit Terminen. In St.Gallen dominiere die Milchwirtschaft, Zäune hätten deshalb eine grössere Bedeutung als in Kantonen mit viel Ackerbau, sagte Christian Meienberger, Geschäftsführer von Pro Natura.

Immer wieder finde man Stacheldraht entlang von Waldrändern. Weidenetze würden über Wochen nicht weggeräumt. «Manche Landwirte lassen Zäune an Waldrändern bewusst über Monate unter Strom, damit Wildtiere nicht auf die Weide können.» WWF-Geschäftsführer Lukas Indermaur stellte fest, dass die Akzeptanz für das Volksbegehren in allen Wahlkreisen hoch gewesen sei. Der Bauernverband habe reagiert und die Landwirte aufgefordert, nicht benötigte Zäune rückzubauen. Die Initiative bleibe aber wichtig, auch wenn man nun ein freiwilliges Engagement feststellen könne.

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