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Fall Zezikon: Bezirksgericht Frauenfeld verurteilt Hauptangeklagten zu drei Jahren und acht Monaten Gefängnis inklusive zehnjährigem Landesverweis

Januar 2018: In einem Waldstück bei Zezikon wird der Leichnam einer jungen Frau aus dem Aargau gefunden, eingerollt in einen Teppich. Jetzt hat das Bezirksgericht Frauenfeld den Haupttäter verurteilt.

David Grob
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Der Hauptbeschuldigte J.B. betritt das Bezirksgericht Frauenfeld am ersten Prozesstag vor zwei Wochen.

Der Hauptbeschuldigte J.B. betritt das Bezirksgericht Frauenfeld am ersten Prozesstag vor zwei Wochen.

Bild: Kevin Roth
(10. Mai 2021)

Das ist passiert

  • Im Januar 2018 wurde der Leichnam einer jungen Frau in einem Wald bei Zezikon gefunden. Sie galt seit einer Nacht im Ausgang in Zürich im November 2017 als vermisst. Gemäss Anklageschrift starb die 20-Jährige Isabela T. aus Turgi, Kanton Aargau, in der Wohnung eines niederländischen Staatsbürgers in einem Thurgauer Dorf, woran ist unklar. 
  • Vor zwei Wochen standen der Niederländer J.B. und die zwei Komplizen O.C. und D.P. vor dem Bezirksgericht Frauenfeld. Allen drei wirft die Staatsanwaltschaft Störung des Totenfriedens und Drogendelikte vor. Gegen den Hauptbeschuldigten J.B. ausserdem Vergewaltigung, Drohung, Verstösse gegen das Waffengesetz und Körperverletzung. 
  • Eine Frage beschäftige die Rechtsvertreter in ihren Plädoyers: Wer war die treibende Kraft, den Leichnam im Wald abzulegen? Der Hauptbeschuldigte J.B., in dessen Wohnung Isabela T. gestorben ist? Oder die Komplizen, die J.B. gerufen hat und welche den Leichnam in den Wald geschafft haben?

Der Prozess im Liveticker