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Der Thurgau fährt am grünsten: Mehr E-Autos bei den Neuzulassungen

In keinem Kanton werden 2019 so viele neue Elektroautos zugelassen wie im Thurgau. Am anderen Ende der Skala befindet sich Innerrhoden.
Marco Cappellari
Der Tesla Model 3 gehört zu den meist verkauften Elektroautos der Schweiz. (Bild: PD)

Der Tesla Model 3 gehört zu den meist verkauften Elektroautos der Schweiz. (Bild: PD)

Zuerst die schlechte Nachricht: Der CO2-Ausstoss Schweizer Neuwagen liegt auch im laufenden Jahr weit über den angestrebten Zielwerten. Im Schnitt stossen die in den ersten drei Quartalen neu zugelassenen Autos 139,6 Gramm CO2 pro Kilometer aus – 2 Gramm mehr als noch 2018. Das zeigen kürzlich veröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Energie. Sämtliche Kantone verpassen somit die Zielvorgaben: Angestrebt wird seit 2015 ein Wert von 130g/km. Ab 2020 gilt gar das verschärfte Ziel von 95g.

Zumindest aus Ostschweizer Sicht gibt es aber auch Positives zu vermelden. Mit 134g/km und einem Elektroauto-Anteil von 7,3% schneidet der Thurgau mit Abstand am besten ab. St.Gallen (140g/km, 4,4% E-Autos) und Ausserrhoden (143g/km, 4,4%) befinden sich im Mittelfeld. Auffällig sind hingegen die Zahlen aus Innerrhoden: Der CO2-Ausstoss liegt mit 141g/km zwar ebenfalls gut im Mittel, beim Anteil E-Autos schert der Halbkanton mit 0,1% aber aus. Es ist der mit Abstand niedrigste Wert in der Schweiz.

Prämien von bis zu 4000 Franken

«Die Zahlen deuten daraufhin, dass das E-Mobilität-Förderprogramm des Thurgaus Wirkung zeigt», sagt Andreas Burgener, Chef des Branchenverbands Auto-Schweiz. Im Gegensatz zu St.Gallen und beiden Appenzell subventioniert der Kanton Thurgau den Umstieg auf E-Autos unter gewissen Voraussetzungen mit einer Prämie von 4000 Franken. Im Kanton St.Gallen hat die Hauptstadt eine Sonderstellung. Sie fördert bereits seit 2015 E-Fahrzeuge über ihren Energiefonds.

Für das schlechte Abschneiden Innerrhodens gibt es eine einfache Erklärung. In dem Kanton sind viele Autovermieter gemeldet. So wurden dort im laufenden Jahr mit 16'518 bereits mehr neue Autos registriert als der Kanton Einwohner hat. «Bei Mietwagen ist der Anteil an Elektroautos gering, da damit einerseits hohe Investitionskosten verbunden sind. Andererseits braucht es dafür entsprechende Ladestationen», sagt Burgener.

E-Autos rentieren noch nicht

Es gibt immer mehr E-Autos in der Schweiz. Der Anteil batterie-elektrischer Personenwagen bei den neu zugelassenen Autos bis und mit September steigt auf 3,95% (2018: 1,72%), ist aber nach wie vor tief. «Heute ist es schwierig, mit E-Mobilität Geld zu verdienen», sagt Burgener. Neue Technologien seien immer teurer als bewährte. Und noch fehle das Volumen, um den Preis zu senken und die Margen zu vergrössern.

Doch es wird sich etwas tun müssen in der Branche. Denn die Zielwertüberschreitungen beim CO2-Ausstoss werden sanktioniert: 2018 betrugen die Strafzahlungen 30 Millionen Franken, welche die Importeure berappen mussten. «Am Ende zahlt aber der Kunde», sagt Burgener. Durch die Zielwertverschärfung rechnet er für das laufende und kommende Jahr mit noch höheren Sanktionen. «Die Bussen hängen wie ein Damoklesschwert über uns.»

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