Der Thurgau denkt über Gebühren für Waldnutzung nach

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Waldgebühren Bis im Jahr 2020 hat sich der Kanton Thurgau in seinen Regierungsrichtlinien 2016–2020 zum Ziel gesetzt, einen «Aktionsplan für die In­wertsetzung von Waldleistungen» zu erarbeiten. Dafür sei eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des kantonalen Forstamtes, dem Verband der Waldeigentümer und dem Verband Thurgauer Gemeinden ins Leben gerufen worden, erklärt Gerold Schwa-ger, stellvertretender Thurgauer Forstingenieur.

Wegen des tiefen Holzpreises decken die Erträge die Kosten für den Holzschlag kaum mehr. Die Betriebsjahre schlagen sich in den meisten Forstbetrieben als Verlust zu Buche. Es ist nicht auszuschliessen, dass dereinst beispielsweise Orientierungsläufer, Pilzsammler oder die Waldspielgruppe eine Gebühr für den Aufenthalt im Wald entrichten müssen. Im Kanton Luzern wurde zum Beispiel bereits einmal über eine vorgezogene Gebühr für die Waldnutzung beim Kauf eines Mountainbikes laut nachgedacht.

Konkrete Ideen fehlen

Im aktuellen Bericht der par­lamentarischen Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK) des Kantons Thurgau heisst es: «Inwieweit vermehrte Förderung des heimischen Holzabsatzes oder neue Einnahmequellen (etwa seitens von Sportlern und Erholungssuchenden) Abhilfe verspricht, wird derzeit geprüft.» Die Thurgauer Arbeitsgruppe hat bisher lediglich eine Auslegeordnung gemacht. Konkrete Ideen fehlen noch. (sme)