Der Täter

Geboren wurde Hermann Schwarz am 29. November 1887 in Boltshausen, Gemeinde Ottoberg. In Gottshaus wuchs Schwarz mit zwei Schwestern und der Mutter auf – nachdem der Vater früh verstorben war.

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Geboren wurde Hermann Schwarz am 29. November 1887 in Boltshausen, Gemeinde Ottoberg. In Gottshaus wuchs Schwarz mit zwei Schwestern und der Mutter auf – nachdem der Vater früh verstorben war.

Hermann Schwarz wird in den Zeitungsberichten als Problemkind beschrieben: Er sei eine Plage für die Nachbarn und eine Bürde für seine Lehrer gewesen. Den Berichten zufolge soll er als Heranwachsender stur, faul und rachsüchtig gewesen sein und sehr schnell darin, jemandem zu drohen.

Schwarz fiel durch Tierquälerei auf, hatte einen Hang zum Wildern und galt als eifriger Leser von Schundromanen – was damals als ziemlich verwerflich angesehen wurde. Ihm wurde nachgesagt, immer einen geladenen Revolver bei sich getragen zu haben.

In Schwarz' Besitz befanden sich zur Tatzeit eine Schmidt M1882 und ausserdem ein Gewehr, eines Schmidt-Rubin 1911 – beides Dienstwaffen der Schweizer Armee. Schwarz war Mitglied im Militärschützenverein Märstetten. Seine Mitgliedschaft nutzte er, um eine beträchtliche Summe Munition anzuhäufen, indem er mehr Patronen kaufte, als nötig für seine Schiessübung waren.

Im Februar 1912 zog Schwarz mit Mutter und beiden Schwestern in eine kleine Wohnung in Romanshorn. Dort fiel er auf, weil er ein Mädchen ungebührlich bedrängte. Der Pflegevater des Mädchens bat um Polizeischutz, worauf Schwarz ihm mit dem Tod gedroht haben soll.

Zur Tatzeit war seine Mutter in Erlen, um bei ihrem Stiefsohn Rat zu holen: Dieser war ein ehemaliger Wärter eines «Irrenhauses».

Schwarz wurde nach seiner Tat lebenslänglich in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.