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«Der Schock sitzt tief» – jetzt reden die Pächter der abgebrannten «Sonne»

Nach anfänglichem Rätselraten herrscht nun Klarheit über die gemeldeten Bewohner der abgebrannten «Sonne»-Liegenschaft in Oberriet. Die Identität der Toten ist noch nicht geklärt. Die Pächter der Traditionsbeiz zeigen sich betroffen.
Rossella Blattmann
Beim Brand in der Nacht auf Sonntag verloren zwei Personen ihr Leben. (Bild: Benjamin Manser)

Beim Brand in der Nacht auf Sonntag verloren zwei Personen ihr Leben. (Bild: Benjamin Manser)

Zwei Tage nach dem fatalen Brand des Restaurant Sonne in Oberriet ist nach wie vor nicht bekannt, um wen es sich bei den zwei Todesopfern handelt. Nachdem zunächst Verwirrung darüber herrschte, wer tatsächlich in der «Sonne» wohnte, ist jetzt bekannt: Lediglich eine der sieben an dieser Adresse gemeldeten Personen hat mittlerweile den Wohnort gewechselt.

Sanktionen sind Sache der Gemeinde

Rolf Huber, Gemeindepräsident von Oberriet. (Bild: pd)

Rolf Huber, Gemeindepräsident von Oberriet. (Bild: pd)

Rebecca Gabriele, Leiterin des Einwohner- und Betreibungsamtes der Gemeinde Oberriet, sagt: «Die Meldepflicht ist auf kantonaler Ebene geregelt. Neuzuzüger müssen sich im Kanton St.Gallen innerhalb von zwei Wochen auf dem Einwohneramt ihres neuen Wohnortes melden.» Ob, und wenn ja in welcher Höhe Neuzuzüger Sanktionen in Formen einer Geldbusse erwarten, wenn sie der Meldepflicht nicht rechtzeitig nachkommen, sei Sache der jeweiligen Gemeinde.

In Oberriet droht Bewohnern, die sich nach zwei Wochen nicht anmelden oder einen Adresswechsel innerhalb der Gemeinde nicht melden, eine Busse: «Diese beträgt bis zu 200 Franken», sagt der Oberrieter Gemeindepräsident Rolf Huber. Die Kompetenz, um solche Bussen auszustellen, liege beim Gemeinderat. «Wenn eine Busse ausgesprochen wird, erhält diese immer der fehlbare Neuzuzüger, egal ob er Mieter oder Grundeigentümer ist», sagt Huber. Oberriet habe aber in den letzten acht Jahren keine Bussen ausstellen müssen.

Eine Personen hat Wohnort gewechselt

In der Liegenschaft der «Sonne» waren sieben Leute gemeldet. «Eine Person, die auf der Bewohnerliste stand, wohnt jedoch nicht mehr in der ‹Sonne›», sagt Huber. Dies habe er noch am Sonntag vor Ort feststellen können.

In Oberriet komme es selten vor, dass in einer Liegenschaft Personen gemeldet sind, die nicht mehr dort wohnen. «Wenn, dann vor allem in Liegenschaften, in welchen nur Zimmer oder Studios sind, welche über keine separaten Stromzähler verfügen», sagt der Oberrieter Gemeindepräsident. In Wohnungen und Miethäusern sei der Mieter ja daran interessiert, dass er die Stromrechnung nicht mehr erhalte.

(Bild: Kapo SG)
(Bild: Kapo SG)
(Bild: Kapo SG)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Beat Kälin/BRK News)
(Bild: Benjamin Manser)
(Bild: Benjamin Manser)
(Bild: Benjamin Manser)
(Bild: Benjamin Manser)
(Bild: Benjamin Manser)
14 Bilder

Grossbrand mit zwei Toten in Oberriet

Welche sieben Personen im Haus des Restaurants Sonne gemeldet waren, bleibt unbekannt. «Auskünfte, welche Personen im Haus gemeldet waren, dürfen wir gemäss Datenschutzgesetzgebung nicht erteilen», sagt Huber.

«Als ich kam, stand die ‹Sonne› schon in Vollbrand»

Roger Eugster und Roy Schachtler, die Pächter des Restaurants Sonne, zeigten sich am Dienstag gegenüber «FM1 Today» betroffen. Sie können immer noch nicht glauben, was passiert ist.

«Der Schock sitzt tief», sagt Eugster. Materielles könne man ersetzen. «Dass beim Brand aber Menschen gestorben sind, ist für uns extrem schlimm.» Er selbst habe sich zum Zeitpunkt des Brandes an der Oberrieter Kilbi befunden. Nach einem Anruf habe er sich sofort auf den Weg gemacht. «Als ich kam, stand die <Sonne> schon in Vollbrand.» Er habe nur noch zuschauen können, wie die Feuerwehr gegen die Flammen kämpfte.

Neueröffnung im Mai

Die Brandschutzprüfung hatte das Restaurant Sonne, welches erst diesen Sommer neu eröffnet hat, bestanden, berichtet «FM1 Today» weiter. Roy Schachtler und Roger Eugster können sich nicht vorstellen, warum die «Sonne» brannte. «Wir haben alle Vorschriften erfüllt, sonst hätten wir nicht eröffnen können», sagt Eugster. Das Gebäude war über hundert Jahre alt. Aber auch ein neues Gebäude könne brennen. «Klar denkt man im ersten Moment darüber nach, ob man etwas falsch gemacht hat und ob das Feuer vielleicht von der Beiz her kam», sagt Eugster. «Wir denken aber eher nicht.» Die Untersuchungen würden mehr zeigen.

Wie es nun weitergehe, können die Pächter noch nicht sagen. Sie wollen in den nächsten Wochen verschiedene Abklärungen machen, zum Beispiel was das Personal anbelange. Weh tue es aber auf jeden Fall, sagt Eugster. «Wir haben viel Energie und Herzblut in die Beiz gesteckt. Ausserdem haben wir ganz viele Erinnerungen an die ‹Sonne›. Das alles müssen wir jetzt verarbeiten.»

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