Der rechte Bär zeigt sich im Schritt

Silvan Lüchinger
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Ist er nun ein Unruheherd oder nicht? Gibt es den Otero-Clan oder gibt es ihn nicht? Vorwürfe und Dementis halten sich die Waage. Tatsache ist: An Marco Otero, technischer Leiter Nachwuchs des FC St. Gallen, scheiden sich die Geister. Für den streitbaren Spanier allerdings ist klar, wer Unruhe in den Verein bringt: «Der grösste Gegner, den wir als Club haben, ist die Presse», sagt er in einem Gespräch mit Fans. Und wir dachten immer, es seien die Tabellenletzten Luzern und Lugano.

Aus den Mitteilungen der Standeskommission Innerrhoden: «Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat Yvonne Schettler, geboren am 14. November 1984, deutsche Staatsangehörige, Tochter der Monika Margrit Reincke geborene Inauen, Bürgerin von Appenzell, wohnhaft in Stuttgart, erleichtert eingebürgert. In die Einbürgerung sind die beiden Töchter Lenia Schettler, geboren am 17. September 2014, und Hannah Schettler, geboren am 7. November 2016, mit einbezogen. Alle drei haben mit Eintritt der Rechtskraft der Einbürgerungsverfügung das Bürgerrecht von Appenzell, das Landrecht des Kantons Appenzell I. Rh. und gleichzeitig auch das Schweizer Bürgerrecht erhalten.» Aufgabe der Neu- appenzellerinnen: Verbreitung des richtigen Glaubens und Einführung der Landsgemeinde in Baden-Württemberg.

Im Spital Münsterlingen betreibt die Spitalpharmazie Thurgau AG seit drei Jahren eine öffentliche Apotheke. Das hat offensichtlich Lust auf mehr geweckt. Nun soll auch das Spital Frauenfeld eine solche bekommen. Nicht zur Freude der privaten Apotheker. Es ist nicht so, dass sie einfach die Konkurrenz scheuen. Anstössig ist für sie der Besitzer der Apotheke. Es ist die Thurmed AG, die wiederum zu 100 Prozent dem Kanton gehört. Da müssten andere Kleingewerbler eigentlich hellhörig werden. Wo der Staat Pillen verkauft, wird er wohl bald auch Brot und Fleisch anbieten.

«Die Leute essen Gras wie Vieh» heisst es in Berichten über die Hungersnot, die vor 200 Jahren die Schweiz heimsuchte. Heute unvorstellbar? Überhaupt nicht. Von der Öffentlichkeit bisher unbemerkt, grassiert derzeit eine Hungersnot im Thurgau. Unbekannte haben den Bibern an der Salmsacher Aach ihren Wintervorrat an Ästen und Zweigen gestohlen. Die Vermutung, es könnte auch die Strömung gewesen sein, gilt dem WWF als reine Schutzbehauptung der Behörden.

Die Frauentoiletten in der Rorschacher Siddharta Buddha Lounge seien eine Zumutung, klagt eine junge Frau, und stellt Fotos davon ins Netz. In der Not weicht sie auf das – saubere – Männer-WC aus. Schön, dass es mit der Erleichterung doch noch geklappt hat. Eine Frage allerdings bleibt: Ob die Zustände in der Frauentoilette auch mit den Benützerinnen zu tun haben?

Der Bär im Wappen der Luzerner Gemeinde Kriens ist eher ein Teddy. Rundlich und flauschig, von wild und gefährlich keine Spur. Ob Männlein oder Weiblein, ist nicht ersichtlich. Nun hat sich der Krienser Gemeinderat von der Ostschweiz inspirieren lassen. Der Entwurf für ein neues Wappen kommt ganz anders daher. Jetzt ist der Bär eindeutig ein Mann, ausgestattet mit feuerrotem Penis. Das sei so, sagt ein anerkannter Heraldiker, weil früher der Mann das Oberhaupt der Familie war. Was heisst da früher? Ein Blick auf die Wappen zeigt: In der Stadt St. Gallen und beiden Appenzell ist das heute noch so.