Who-is-who-Gala der Thurgauer Zeitung in Weinfelden: Der Pullover des Abends war knallgelb

Who-is-who-Abend im «Trauben»: Die «Thurgauer Zeitung» stellt in Weinfelden 100 Persönlichkeiten vor, die dieses Jahr von sich reden machten. Ernst Möhl, der Thurgauer des Jahres, verrät, wie er Swizzly rettete, und Brigitte Häberli hat schon fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen.

Ida Sandl
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Weinfelden TG - Feier des "Who is Who im Thurgau 2019" im Traubensaal in Weinfelden.
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Weinfelden TG - Feier des "Who is Who im Thurgau 2019" im Traubensaal in Weinfelden.
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Weinfelden TG - Feier des "Who is Who im Thurgau 2019" im Traubensaal in Weinfelden.

Reto Martin

Das ist echte Thurgauer Bescheidenheit. «Ihr hättet doch die Jungen nehmen können», war die erste Reaktion von Ernst Möhl, als er erfuhr, dass er mit seinem Bruder zum Thurgauer des Jahrs 2019 gewählt worden ist. Am Donnerstagabend nahm Ernst Möhl den Preis entgegen. Stellvertretend auch für Markus Möhl, der zurzeit die Ferien geniesst, die er sich als Pensionär jetzt gönnen darf. Mit dabei am Who-is-who-Abend der «Thurgauer Zeitung», 99 weitere Thurgauer Persönlichkeiten, die dieses Jahr von sich reden machten.

Bei den Möhls sagt der Name alles. Most aus Mostindien produzieren die Brüder seit mehr als vier Jahrzehnten. Mehr Thurgau geht nicht. «Wir haben unsere Arbeit gemocht, wir haben die Kunden und das Produkt gern gehabt», erklärt Ernst Möhl im Gespräch mit TZ-Chefredaktor David Angst den Erfolg des Familienunternehmens aus Arbon. Und weil es für den «Swizzly» grosse Mengen Holunderblüten brauchte, sei er sogar nach Neuseeland geflogen, wo eine Schulkollegin lebt. 800 Kilo Holunderblüten hätten sie gesammelt. Mit dem Extrakt kam er zurück in die Schweiz, die Produktion konnte beginnen.

Es ist die achte Who-is-who-Gala, aber wohl die letzte in der «historischsten aller Thurgauer Wirtschaften», wie Angst den Weinfelder «Trauben» nennt. Die Gastgeber Olivia und Jürg Langer gehen nach 33 intensiven Jahren in Pension, dann wird erst mal umgebaut.

Ein neuer Lebensabschnitt hat auch für Kurt Egger begonnen. Er hat die erste Session als Grüner Nationalrat in Bern hinter sich gebracht. Strenger als er es sich vorgestellt hat, sei es gewesen. «Eine Challenge», sagt Egger und fügt lächelnd hinzu: «Man muss auch aufpassen, dass man nicht zu viel trinkt und isst.»

Noch keine Weihnachtspause
für Brigitte Häberli und Stefan Küng

Für Ständerätin Brigitte Häberli ist die Session bereits Routine, die CVP-Politikerin startet in ihre dritte Legislatur im Stöckli. Der Auftakt sei schon mal sehr gut verlaufen, sagt sie. An Ausruhen ist aber nicht zu denken. Bis kurz vor Weihnachten ist Häberlis Agenda voll, erst dann kann sie an Guetzlibacken denken. Die Geschenke habe sie jedoch schon fast alle gekauft. «Ich muss nur noch einpacken und das macht Spass.»

Weihnachtspause ist auch für Velofahrer Stefan Küng kein Thema. Auf ihn warten zwei Wochen Training in Spanien. «Training kann härter sein als ein Rennen», sagt Küng. Doch seit seiner Bronzemedaille an der WM in Nordengland ist er topmotiviert. Küng kam mit Freundin Céline Keller, vor einem halben Jahr sind die beiden nach Frauenfeld gezogen, weil das so schön in der Mitte liegt. Beim Who-is-who-Abend hat Stefan Küng übrigens seine frühere Lehrerin getroffen: Franziska Stöckli. Die Seklehrerin aus Wil hat mit einer Time-out-Klasse ein vegetarisch-veganes Schulkochbuch heraus gebracht, den «Green Topf».

Er sei Flexitarier, was heisst, dass er alles isst. Wobei es in letzter Zeit wohl ein bisschen weniger war. Kabarettist Thomas Götz kam schlank zur Gala. Er hat insgesamt 30 Kilo abgenommen, und sieht gefühlte 20 Jahre jünger aus. Wie erklärt er das wohl seinem Alter-Ego Arnold Schnyder? Der Kantonsrat aus dem Thurgau mit Drang nach Bern sei seine Lieblingsfigur, verriet Götz beim Talk mit TZ-Redaktorin Sabrina Bächi auf der Bühne.

Yasmin Giger strahlt und zeigt Figur

Figurprobleme hat Yasmin Giger ganz offensichtlich keine. Das Leichtathletik-Talent zeigte nicht nur ein strahlendes Lachen, sondern in enger Hose auch ihre muskulösen Beine. Seit Yasmin Giger beim LC Zürich trainiert, fährt sie fünfmal in der Woche von Romanshorn nach Zürich. Da ist zwar viel Fahrtweg, doch an einem Umzug denkt die 20-Jährige trotzdem nicht.

Bei den Männern scheinen karierte Sakkos modisch auf dem Vormarsch. Musiker David Lang erschien im tadellosen Outfit und machte dabei fast Stilkritiker Jeroen van Rooijen Konkurrenz. Den Titel für den «besten Pullover des Abends» verlieh van Rooijen aber jemanden, der damit wohl kaum gerechnet hatte. Archäologe Urs Leuzinger kam im knallgelben Sweatshirt. Was sowohl für modischen Mut als auch für eine tiefe Verbundenheit zu seiner Arbeit spricht. Der Pulli trug nämlich auf dem Rücken das Logo «Archäologie Thurgau».

Leutenegger trifft Leutenegger

Farbig mag es auch Mona Vetsch. Die beliebteste TV-Frau der Schweiz wäre aber auch ohne ihr rotes Kleid nicht zu übersehen gewesen. Sie und Hausi Leutenegger wurden am häufigsten für Selfies angefragt. Hausi, wie immer braun gebrannt und gut gelaunt, traf gleich zu Beginn des Abends auf einen entfernten Verwandten: Biounternehmer und Politik-Wiedergänger Guido Leutenegger. Leutenegger ist der Sohn eines Cousins von Hausi. «Hausi National» kann sich momentan vor Medienanfragen kaum retten: Im Januar wird er 80 und die Interviewer stehen Schlange.

Musikalisch umrahmt wurde die Gala vom «herzigsten Strassenmusiker der Schweiz», Naeman Meier. Der Thurgauer startet gerade in Zürich durch und unterhält mit einfühlsamen Liedern.

Lina Buttons singt für die U20 Hockeyaner

Auch für Sängerin Lina Button aus Pfyn läuft es gut. Ihr neues Album ist eben heraus gekommen. Und «A Little» wurde als Song der U20-Hockey-WM ausgewählt.

Ex-Miss-Schweiz Anita Buri hat dagegen das Tanzen wieder entdeckt. Bei der TV-Tanzshow «Darf ich bitten» habe es ihr den Ärmel reingezogen, erzählt sie strahlend. Deshalb biete sie jetzt Salsa-Kurse an mit ihrem Partner aus der TV-Show.