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Der neue Abt

Ein junger Südafrikaner in einem Schweizer Kloster in Vorarlberg: Der 38jährige Anselm van der Linde ist in der Klosterkirche Mehrerau in Bregenz zum Abt geweiht worden.
Von Südafrika an den Bodensee: Anselm van der Linde ist neuer Abtpräses der Zisterzienserkongregation Wettingen-Mehrerau in Bregenz. (Bild: Diözese Feldkirch)

Von Südafrika an den Bodensee: Anselm van der Linde ist neuer Abtpräses der Zisterzienserkongregation Wettingen-Mehrerau in Bregenz. (Bild: Diözese Feldkirch)

Ein junger Südafrikaner in einem Schweizer Kloster in Vorarlberg: Der 38jährige Anselm van der Linde ist in der Klosterkirche Mehrerau in Bregenz zum Abt geweiht worden. Er ist damit auch Oberhirte von weltweit 22 Klöstern mit rund 400 Mönchen und Nonnen, die zur Zisterzienserkongregation Wettingen-Mehrerau gehören.

Die heutige Abtei Mehrerau in Bregenz wurde 1854 von Schweizer Zisterziensermönchen gegründet, die 1841 aus Wettingen vertrieben worden waren. Mit ihnen kam damals auch Pater Alberich Zwyssig nach Bregenz, der Komponist des Schweizerpsalms, dessen Originalpartitur noch heute in der Mehrerau aufbewahrt wird. Der Überlieferung nach wurden die Schweizer Mönche mit grossem Jubel von der Bevölkerung empfangen. An der Einstellung der Bregenzer zum Kloster Mehrerau hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Klosterkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, und vor der Kirche warteten Hunderte von Menschen, die den neuen Abt begrüssen wollten.

Abt Anselm lebt und wirkt schon seit 15 Jahren im Kloster Mehrerau. Er unterrichtet unter anderem an dem zum Kloster gehörenden «Collegium Sancti Bernardi», dem ältesten Gymnasium in Vorarlberg, das ebenfalls von den Mönchen aus Wettingen gegründet wurde.

Pater Anselm wurde als Hendrik van der Linde 1970 in Roodepoort, Südafrika, als Sohn einer calvinistischen Familie geboren. Er besuchte das Gymnasium in Pretoria und studierte Politikwissenschaften. Der Aufenthalt als Austauschschüler in Deutschland wurde für seinen weiteren Lebensweg von entscheidender Bedeutung. Denn er lernte durch die Familie bei der er wohnte, die katholische Religionsgemeinschaft kennen.

Zum Schrecken seiner Eltern konvertierte er zum Katholizismus und interessierte sich für eine Probezeit in einem Kloster in Europa. Er schrieb Klöster an und bekam die erste Antwort vom Mehrerauer Abt Kassian. 1994 trat er in die Mehrerauer Zisterzienserkongregation ein und studierte in der Folge Philosophie in Einsiedeln sowie Theologie in Rom. 1999 wurde er zum Priester geweiht. 2005 wurde er zum Kirchenanwalt der Diözese Feldkirch ernannt.

Zum Abt weihte ihn am Wochenende der Generalabt des Zisterzienserordens Maurus Esteva Alsina. Erzbischof Alois Kothgassner sagte in seiner Festpredigt über die Aufgaben des neuen Abtes, Gott und sein Geheimnis des Lebens und der Liebe zu verkünden und zu bezeugen, sei das Beste, was man in der vielfach hungrigen, durstigen und unersättlichen Welt anzubieten habe. «Caritate invicem diligentes» – «Einander in Liebe zugetan sein». Dieses Zitat aus einem Brief des Apostels Paulus an die Römer ist der Wahlspruch des neuen Abtpräses.

Der Vorgänger von Abt Anselm van der Linde, Abt Kassian Lauterer, war 1968 geweiht worden und hatte nach 40 «Dienstjahren» und im Alter von 75 Jahren Ende 2008 seine Demissionierung beim Papst eingereicht. (koe)

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