Der Prozess zum Mord von Ganterschwil geht in die nächste Runde

Das Kreisgericht Toggenburg verurteilte den mutmasslichen Mörder von Ganterschwil zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren . Damit will er sich nicht abfinden. Er zieht das Urteil weiter vor Kantonsgericht.  

Noemi Heule
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2015 kam es in Ganterschwil zum Eifersuchtsdrama.

2015 kam es in Ganterschwil zum Eifersuchtsdrama.

Bild: Beat Kälin/BRK News

Ein Toter und zwei Täter, die nicht geschossen haben wollen. Der Mordfall von Ganterschwil beschäftigte Anfang März das Kreisgericht Toggenburg. Obwohl Haupttäter und Komplize jegliche Verantwortung von sich wiesen, verurteilte das Richtergremium den Hauptangeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren. Es sah die Schuld des 34-Jährigen als erwiesen an. Gemäss Staatsanwalt hatte er seinen Nebenbuhler 2015 im Streit um eine Frau auf einem Spaziergang in Ganterschwil überrascht und mit mehreren Schüssen kaltblütig hingerichtet. 

Die Verteidiger fordern Freispruch

Der erstinstanzlich Verurteilte zieht den Prozess nun weiter ans Kantonsgericht, in dessen Räumlichkeiten aus Sicherheitsgründen bereits die erste Verhandlung stattfand. Die Anwälte des Mannes forderten Freispruch und machten Formfehler während er Strafuntersuchung geltend. So sei der Mann zu Beginn der Untersuchung nicht ausreichend verteidigt worden. 

Auch im Falle des Komplizen wurde Berufung angemeldet. Der 55-Jährige, der den Täter gemäss Anklageschrift zum Ort des Verbrechens chauffierte und ihm seine Militärpistole aushändigte, ist unter anderem wegen Gehilfenschaft zur vorsätzlichen Tötung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Sein einstiger Geschäftspartner habe ihn zur Mittäterschaft genötigt, sagte der Taxifahrer vor den Richtern, die jedoch nicht auf diese Argumentation eingingen. 

Nun müssen die Richter des Kantonsgerichts über die Verfehlungen der beiden Männer, die sich knapp fünf Jahre nach der Tat gegenseitig die Schuld zuweisen, befinden. 

Nun müssen die Richter des St.Galler Kantonsgericht über den Mordfall in Ganterschwil befinden.

Nun müssen die Richter des St.Galler Kantonsgericht über den Mordfall in Ganterschwil befinden. 

Ralph Ribi
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