Der Kongress der Archäologen hat begonnen

KREUZLINGEN. Über die Erhaltung archäologischer Fundstätten diskutieren Wissenschafter aus der ganzen Welt bis 18. April in Kreuzlingen. Die Eröffnungsfeier stellte daher Anforderungen an die Englischkenntnisse der Festredner.

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KREUZLINGEN. Über die Erhaltung archäologischer Fundstätten diskutieren Wissenschafter aus der ganzen Welt bis 18. April in Kreuzlingen. Die Eröffnungsfeier stellte daher Anforderungen an die Englischkenntnisse der Festredner. Als zuständige Regierungsrätin begrüsste Monika Knill am Sonntag in der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule die angereisten Wissenschafter. Nach London, Amsterdam und Kopenhagen ist Kreuzlingen der vierte Austragungsort des internationalen Treffens «preserving archaelogical remains in situ», kurz «paris 5» genannt.

Internationales Kreuzlingen

«Ich nehme an, dass niemand von Ihnen vorher von Kreuzlingen gehört hat», sagte Monika Knill auf Englisch zu den rund 60 Zuhörern. Und manche würden sich fragen, warum die Konferenz in der Gemeinde stattfinde. «Einer der Hauptgründe ist die Tatsache, dass wir das 600-Jahr-Jubiläum des Konstanzer Konzils feiern», erklärte die Regierungsrätin. Sie betonte die Lage an der Grenze und folglich die enge Zusammenarbeit am Bodensee. Schwerpunkt eines Interreg-Programms war der Schutz der archäologischen Fundstellen unter Wasser – und ein Projektpartner die Universität Konstanz.

Internationalität sei für Kreuzlingen normal, sagte Stadtammann Andreas Netzle ebenfalls auf Englisch. «53 Prozent der Bevölkerung sind Ausländer, sie stammen aus 80 Nationen.» Zudem weise die Region zahlreiche archäologische Funde aus der Bronzezeit auf und gehöre deshalb zum Weltkulturerbe der Unesco. Er rief die Wissenschafter dazu auf, auch die Freizeit am Bodensee zu geniessen.

Schutz der Pfahlbauten

Grund für die Ortswahl des Kongresses waren die Initiativen von Baden-Württemberg sowie der Kantone Zürich und Thurgau für den Schutz von Pfahlbauten in den Seen der Region. «paris 5» bildet auch den Schlussstrich unter ein gemeinsames Interreg- IV-Programm sowie die erfolgreiche Kandidatur für die Aufnahme als Unesco-Welterbe. Die Kongressteilnehmer werden an zwei Tagen auch Kulturobjekte in der Region besichtigen. (kpe)

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