Der Klimawandel ist asozial

«Wir werden jetzt ein Hauen und Stechen zwischen den Airlines erleben», Ausgabe vom 20. August

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Der Verdrängungskampf der Fluggesellschaften ist die eine Seite der Medaille: Wenn das Fazit davon ist, dass die Passagiere künftig von (noch) billigeren Tickets profitieren werden, wird die Kehrseite ausgeblendet. Noch weniger zu zahlen für eine überbordende Mobilität ist definitiv der falsche Weg, wenn Klimaschutz auch nur einigermassen funktionieren soll. Es braucht effizientere und gleichzeitig weniger Mobilität. Dies geschieht auch durch Preise, die entsprechend der Reiselänge und Umweltbelastung steigen müssen. Können sich dann nicht mehr alle alles leisten, sprich: Kann dann nicht jeder und jede jederzeit irgendwohin reisen?

Ist das nun asozial? Oder ist nicht vielmehr der (von Egoisten mitverursachte) Klima­wandel asozial, weil er die Schwächsten dieser Welt am meisten betrifft?

Markus Bösch

Locherzelgstr. 22

8590 Romanshorn