Der Hang rutscht wieder

Im Gebiet zwischen Urnäsch und Waldstatt, in dem im Juli der Betrieb der Appenzeller Bahnen wegen Erdrutschen unterbrochen wurde, besteht wieder akute Rutschgefahr.

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Der Hang beim Murbachtobel weist grosse Risse auf und könnte jederzeit abrutschen. (Bild: pd)

Der Hang beim Murbachtobel weist grosse Risse auf und könnte jederzeit abrutschen. (Bild: pd)

Im Murbachtobel zwischen Urnäsch und Waldstatt droht ein Erdrutsch, wie das Ausserrhoder Oberforstamt am Freitag mitteilte. Das Betreten eines Hangs beim Murbachrank und des Murbachtobels ist bis auf weiteres untersagt.

Im Gelände nordöstlich des Murbachranks an der Kantonsstrasse Waldstatt–Urnäsch ist ein ehemaliges Rutschgebiet erneut in Bewegung geraten. Grund dafür ist das Hochwasser im Murbach im Juli dieses Jahrs. Nach dem Unwetter vom 10. Juli musste das Trassee der Appenzeller Bahnen während längerer Zeit gesperrt werden. «Die erneute Rutschgefahr befindet sich zwar im gleichen Gebiet, aber es ist nicht die gleiche Stelle betroffen», sagt Oberförster Heinz Nigg. Im Jahr 1978 hatte sich dort erstmals eine grosse Rutschung ereignet. 1994 wurde die neue Kantonsstrasse gesichert.

Nun hätten sich neue, grosse Risse aufgetan, deswegen wurde das Gebiet gesperrt. Die Kantonsstrasse und das Trassee der Appenzeller Bahnen seien aber nicht gefährdet, sagt Nigg.

Immer wieder würden aber Fels- und Erdmassen ins Tobel hinabstürzen, ein plötzlicher Abbruch von grösseren Massen könne jederzeit erfolgen. «Starker Regen könnte den Prozess zudem beschleunigen», sagt Nigg. Zur Kontrolle des Hangs wurde eine Überwachungskamera installiert, die alle zehn Minuten ein Bild schiesst. (sda/kme)