Der Grasteppich kommt zuletzt

ST.GALLEN. Kaum vorstellbar, dass schon am kommenden Donnerstag die ersten Messebesucher in der Olmahalle 9.0 ihre Beine auf dem Sofa eines grösseren Möbelhauses probeweise hochlegen. Oder sich versuchsweise in einen trockenen Whirlpool setzen.

Odilia Hiller
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Vorbereitungen in der Halle 9.0: Damit am Möbel-Stand das Weiss noch weisser scheint, müssen auch die Lämpchen an den richtigen Ort. (Bild: Ennio Leanza)

Vorbereitungen in der Halle 9.0: Damit am Möbel-Stand das Weiss noch weisser scheint, müssen auch die Lämpchen an den richtigen Ort. (Bild: Ennio Leanza)

ST.GALLEN. Kaum vorstellbar, dass schon am kommenden Donnerstag die ersten Messebesucher in der Olmahalle 9.0 ihre Beine auf dem Sofa eines grösseren Möbelhauses probeweise hochlegen. Oder sich versuchsweise in einen trockenen Whirlpool setzen. Ein bisschen Wein und Appenzeller Käse degustieren, bevor sie sich noch schnell die Modeschau anschauen.

Kabel, Bretter und Fensterglas

Vorläufig sieht das Olma-Gelände vor allem nach einer riesigen Baustelle aus. Bretter, Stellwände, Kabel, Fensterglas und Klebestreifen müssen an den richtigen Ort, damit bis Messebeginn alles ins bestmögliche Licht gerückt ist. Grosse und kleine Aussteller bringen ihre Ware laufend per Lastwagen auf das Gelände. Je näher der Messebeginn rückt, desto strenger werden die Regeln: An den letzten zwei Tagen vor Messebeginn darf jeder Lastwagen noch maximal eineinhalb Stunden auf dem Gelände stehenbleiben, sonst kassiert die Messeleitung die vorher bezahlte Depotgebühr von 100 Franken. So wird sichergestellt, dass der Ausstellerverkehr auf dem Olmagelände zu keiner Zeit zum Erliegen kommt.

Laut Olma-Messeleiterin Evelyne Streicher wählen die Aussteller ganz unterschiedliche Strategien, um rechtzeitig mit dem Aufbau der Stände fertig zu werden. Während die einen so viel Personal engagieren, dass es sicher reicht, fangen andere schon viel früher an. Wieder andere beantragen bei der Messeleitung eine Sonderbewilligung, um auch einmal ein Wochenende oder eine Nacht lang durchzuarbeiten.

Sanfte Hügel und grüne Wiesen

Ein ästhetisches Erlebnis der besonderen Art ist bereits in der Aufbauphase die Halle des Ehrengastes – in diesem Jahr der Kanton Waadt. Zehn Personen aus dem Waadtland sind seit einer Woche damit beschäftigt, auf 680 Quadratmetern eine idyllische Kulisse aus grünen Wiesen, sanften Hügeln und einer Bar in Form einer Blume zu bauen. Noch stehen erst die Skelette aus Holz, welche dann am Dienstag mit echten Rasenteppichen aus der Romandie belegt werden. Damit das frische Gras seine Farbe bis zum Ende der Olma behält, werden die Waadtländer darum besorgt sein, den Indoor-Rasen täglich zu giessen. Auch die grossen Leuchter, auf denen Scherenschnitte à la Vaudoise prangen, zeigen sich von ihrer grünen Seite: Auf Geheiss des Waadtländer Verantwortlichen werden sie allesamt mit Energiesparlampen betrieben.

Über 600 Quadratmeter

Seit Januar war Evelyne Streicher damit beschäftigt, bisherige und neue Aussteller an die Olma 2008 einzuladen und Neubewerber zu beurteilen. Eine der grössten Flächen belegt in diesem Jahr Möbel Pfister: über 600 Quadratmeter, und dies als von allen vier Seiten begehbarer «Inselstand». Eine spezielle Herausforderung – nicht etwa, weil Ikea ebenfalls an die Olma kommt, sondern weil die Züspa, wo Pfister ebenfalls präsent war, bis gestern dauerte.

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