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Der Freiheitswirt bleibt in Deckung

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Marco Chiesa? Nie gehört. San­dra Sollberger? Nie gehört. Toni Brunner? Unendlich oft gehört. Dennoch: In der erneuerten Parteileitung der SVP Schweiz sucht man den Namen des Toggenburgers vergeblich. Hätte Brunner einen Sitz in der Parteispitze angestrebt, die offizielle Wahl am 24. März wäre reine Formsache. Aber er will offensichtlich nicht.

Seit seinem Rücktritt als nationaler Parteipräsident ist es um Brunner ruhig geworden. Er ­politisiere lieber am Stammtisch in seinem «Haus der Freiheit» als in den Niederungen des Parteiengezänks, heisst es. An seinen Ehringer Kampfkühen habe er mehr Freude als am ewigen Kampf der SVP gegen alle ­anderen. Mit erst 43 Jahren hat Toni Brunner bald einmal sechs Amtsdauern in Bern hinter sich. Doch der Sinn steht ihm nicht nach Museum. 2019 wird er erneut antreten, und seine Wahl ist so sicher wie das Amen in der Kirche. In der Parteiführung werde er aber kein Amt mehr übernehmen, hat der Allzeitfröhliche mehr als einmal bekräftigt. Einen Bundesrat Brunner werde es auch nie geben. Umgekehrt glaubt niemand, dass Toni National sich die nächsten 20 Jahre auf seinen Lorbeeren ausruht und das Leben dahinplätschern lässt.

Was also führt er im Schild? Ein Wechsel in den Ständerat, daraus macht er kein Geheimnis, würde ihn immer noch reizen. Zwei gescheiterte Anläufe sind kein Grund, den dritten nicht zu wagen. Vielleicht geht es auch in eine ganz andere Richtung. Zwar gibt es nach dem Rücktritt von Christoph Blocher die Funktion des Chefstrategen in der SVP offiziell nicht mehr. Ein paar Abstimmungsniederlagen mehr, vielleicht sogar Wählerverluste, und diese Figur wäre mit Sicherheit wieder gefragt. Die SVP kämpft derzeit in schwierigem Gelände und unter ungünstigen klimatischen Bedingungen. Toni Brunner ist gelernter Gebirgs­füsilier und der Überraschungsangriff eine Frage der Zeit. (lü)

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