Der Fernunterricht an Unis ist noch nicht angeordnet – trotzdem ruft die HSG dazu auf, sich auf den digitalen Unterricht vorzubereiten

Wie interne Dokumente zeigen, hat die Universität St.Gallen Anfang Woche Studierende und Dozierende aufgerufen, sich auf eine allfällige Umstellung auf den Fernunterricht per 2. November vorzubereiten. Der definitive Entscheid wird Ende Woche nach den Informationen des Bundesrats und der Regierung gefällt.

Sabrina Manser
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Bald könnten HSG-Studierende wieder von zu Hause aus lernen: Am Montag informierte die HSG Studierende und Dozierende, dass sie sich auf den digitalen Unterricht vorbereiten sollen.

Bald könnten HSG-Studierende wieder von zu Hause aus lernen: Am Montag informierte die HSG Studierende und Dozierende, dass sie sich auf den digitalen Unterricht vorbereiten sollen.

Bild: Guido Kirchner / DPA

Die HSG hat am Montag die Studierenden und Dozierenden mit einer internen Mitteilung informiert, dass sie sich auf eine komplette Umstellung auf den Fernunterricht per 2. November vorbereiten sollen. Der Redaktion liegen die entsprechenden Dokumente vor. Auf Anfrage bestätigt die HSG diese Aufforderung.

Wie es im internen Schreiben heisst, wird der definitive Entscheid nach der Pressekonferenz des Bundesrates am Mittwoch und nach den Informationen der St. Galler Regierung am Freitag gefällt. Die HSG bittet Studierende sowie Dozierende, sich so weit wie möglich auf eine eventuelle Umstellung vorzubereiten, sofern eine solche angeordnet wird.

Weiter heisst es in der Mitteilung, dass die Covid-19-Verhaltensregeln sehr gut eingehalten würden. Jürg Roggenbauch, Leiter der Medienstelle, sagt:

«Die Hygiene- und Schutzmassnahmen greifen.»

Es sei der HSG trotzdem ein Anliegen, mit allfällig zusätzlichen Massnahmen dazu beizutragen, die Pandemie im Rahmen der Möglichkeiten einzudämmen und den Studierenden einen erfolgreichen Semesterabschluss zu ermöglichen.

Dozenten sind auf den Fernunterricht vorbereitet

Die Dozierenden seien bereits auf die Umstellung vorbereitet. Roggenbauch sagt:

«Die Dozierenden sind schon seit Semesterbeginn angehalten worden, ihre Vorlesung im Herbstsemester 2020 bei Bedarf auch wieder komplett auf online umstellen zu können.»

In der am 22. Oktober aktualisierten Weisung mit Verhaltensregeln für das Herbstsemester wird festgehalten, dass der Präsenzunterricht «so weit wie notwendig und sinnvoll vor Ort» abgehalten wird. Der Leiter der Medienstelle sagt, im aktuellen Semester würden die Hälfte der Lehrveranstaltungen in hybriden Systemen abgehalten – ein Teil der Studierenden ist anwesend, während die übrigen Studierenden der Veranstaltung online folgen. Die andere Hälfte der Veranstaltungen finde rein online oder als reine Präsenzkurse statt. Weiter heisst es, dass Erfahrungen im Hinblick auf das nächste Semester ausgewertet würden.

An der Universität gelten nebst den allgemeinen Hygiene- und Schutzmassnahmen eine Maskenpflicht in Innenräumen, also auch in Lehrräumen, der Bibliothek oder in Büros. Studierende müssen also während der Vorlesung eine Maske tragen, Dozierende können, müssen aber nicht, heisst es in der Weisung der HSG.

Der erste Fernunterricht hat funktioniert

Rückblickend auf den Lockdown sagt Roggenbauch: «Dozierende und Studierende zeigten sich während des Lockdown im Frühling gleichermassen flexibel, sodass die nahezu plötzliche Umstellung erstaunlich reibungslos gelang.» Rückmeldungen seien durchwegs gut gewesen.