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Der FC St.Gallen zeigt im letzten Testspiel vor dem Saisonstart zwei Gesichter

Die Ostschweizer präsentieren gegen Brighton & Hove Albion zwei unterschiedliche Hälften, das 1:1 ist aber aufgrund einer ansprechenden ersten Halbzeit verdient. Noch kein Entscheid gefallen ist eine Woche vor dem Saisonstart in der Goaliefrage.
Patricia Loher
Neuzugang Vincent Sierro, dessen Transfer erst kurz vor dem Spiel bekannt geworden war, setzte erwartungsgemäss noch keine Akzente. (Bild: Manuel Nagel)

Neuzugang Vincent Sierro, dessen Transfer erst kurz vor dem Spiel bekannt geworden war, setzte erwartungsgemäss noch keine Akzente. (Bild: Manuel Nagel)

Auf Namen mochte sich Trainer Peter Zeidler nach dem letzten Testspiel vor dem Saisonstart in Basel noch nicht festlegen. Ist Dejan Stojanovic seine Nummer eins? Oder Daniel Lopar? Ist die Startelf vom Samstag, die in der ersten Halbzeit gegen den Premier-League-Club Brighton durchaus zu gefallen wusste, auch die Startformation vom nächsten Samstag in Basel? «Uns bleiben noch ein paar Tage», sagte St.Gallens Coach lediglich.

Eine Tendenz gibt es in der Captainwahl: Die Nachfolge von Toko, der den Vertrag in St.Gallen nicht verlängert hat, dürfte Silvan Hefti antreten. Und hätte Zeidler die Goaliefrage allein aufgrund des Testspiels gegen Brighton beantworten müssen, hätte wohl Lopar die Nase vorne. Der Thurgauer, der seinen Stammplatz im Winter an den jüngeren Stojanovic verloren aber nach dem Trainerwechsel wieder zurückerobert hatte, hielt seinem Team in der letzten Viertelstunde mit zwei guten Interventionen das 1:1 fest. Sowohl Stojanovic als auch Lopar kamen gegen Brighton zu 45 Minuten Einsatzzeit.

Salzburgs Leihgabe Ashimeru überzeugt

Aufgrund St. Gallens Leistung in der ersten Halbzeit war das Unentschieden gegen die Engländer verdient. Das komplett neu zusammengesetzte Mittelfeld mit Dereck Kutesa, Jordi Quintillà und Majeed Ashimeru trat vor 4200 Zuschauern ansprechend auf, überzeugend war dabei vor allem die junge Salzburg-Leihgabe Ashimeru. Der 20-jährige Ghanaer erwies sich als kluger Passgeber und feiner Techniker, der die robusten Engländer öfters vor Probleme stellte. So erarbeitete sich St. Gallen mit den Stürmern Yannis Tafer, Cedric Itten und Nassim Ben Khalifa offensiv ein Übergewicht, das sich sehen lassen durfte. Nach 13 Minuten traf Tafer nach einem Goaliefehler den Pfosten, den Abschluss von Itten klärte ein Verteidiger knapp vor der Torlinie. Kurz vor der Pause zahlte sich St.Gallens angriffiger Auftritt aus. Kutesa erkämpfte sich einen bereits verloren geglaubten Ball zurück, die präzise Flanke des Romands verwertete Ben Khalifa am zweiten Pfosten mit dem Kopf zum 1:0. Natürlich gab es auch einiges, das noch nicht klappte, phasenweise wirkte St.Gallens Spiel zu statisch und die Fehlpassquote war hoch. Aber die Ostschweizer liessen in dieser ersten Halbzeit doch nur sehr wenig zu und wirkten defensiv weniger anfällig als in den bitteren Wochen der Schlussphase in der vergangenen Saison. Brighton, das erst Mitte August in die Meisterschaft startet, kam vor der Pause nur zu einer guten Chance. Dabei musste Milan Vilotic, der in der Meisterschaft mit Hefti wohl St.Gallens Innenverteidiger-Duo bilden dürfte, wegen einer Wirbelblockade passen. Die Verantwortlichen rechnen aber damit, dass der 31-Jährige bis zum Meisterschaftsstart wieder einsatzfähig sein wird.

Bis auf die Verteidigung setzte Zeidler nach der Pause auf eine komplett neue Mannschaft, zum Einsatz kam dabei auch bereits Vincent Sierro, St.Gallens Neuzugang Nummer neun. Noch setzte die Leihgabe des SC Freiburg, dessen Transfer erst kurz vor dem Spiel bekannt geworden war, erwartungsgemäss keine Akzente. St.Gallen konnte in den zweiten 45 Minuten insgesamt nicht mehr an die gute Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen, die Mannschaft wirkte deutlich schwerfälliger und weniger aktiv. So war der Ausgleich für Brighton in der 59. Minute nach einem Corner auch verdient. Die Südengländer, welche die vergangene Saison als Aufsteiger auf dem 15. Rang abgeschlossen haben, steigerten sich merklich. Zeidler sagte: «Ich bin zufrieden mit der Einstellung der Spieler. Sie sind fleissig und hören gut zu. Aber wir haben noch viel Luft nach oben.»

St.Gallen – Brighton & Hove Albion 1:1 (1:0)

Kybunpark – 4228 Zuschauer – Sr. Fähndrich.

Tore: 44. Ben Khalifa 1:0. 59. Hemed 1:1.

St.Gallen. 1. Halbzeit: Stojanovic; Lüchinger, Silvan Hefti, Mosevich, Wittwer; Kutesa, Quintillà, Ashimeru; Tafer, Itten, Ben Khalifa.

2. Halbzeit: Lopar; Lüchinger (78. Nias Hefti), Silvan Hefti (62. Fazliji), Mosevich (64. Traber), Wittwer (78. Wiss); Sierro, Tschernegg, Kukuruzovic; Manneh, Buess, Aratore.

Brighton & Hove Albion. 1. Halbzeit: Walton; Bernardo, Bong, Dunk, Gross; Stephens, Kayal, March; Baldock, White, Murray (34. Gyokers).

2. Halbzeit: Walton (62. Kettu); Schelotto, Bruno, Barclay, Suttner; Knockaert, Norwood, Pröpper, Gyokers; Locadia, Hemed.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Koch, Vilotic, Blasucci, Muheim, Kräuchi (alle verletzt), Barnetta, Vanin, Gasser, Ajeti, Tolino und Gönitzer (alle abwesend), dafür mit den Nachwuchsspielern Fazliji und Traber. – Verwarnungen: 24. Bernardo (Foul), 50. Mosevich (Foul).

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