Der Bussenzettel wird im Kanton St.Gallen digital – vorerst aber nur in Wil

Ab diesem Donnerstag sehen Ordnungsbussen im Kanton St.Gallen anders aus und die Bezahlung soll einfacher und digital werden. Vorerst allerdings nur in Wil. Die Kantonspolizei St.Gallen startet mit der Einführung in der Äbtestadt. 

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Die Busse wird im Kanton St.Gallen digital. (Bild: Kapo SG)

Die Busse wird im Kanton St.Gallen digital. (Bild: Kapo SG)

(Kapo/dh) Bisher waren Bussenzettel von Hand geschrieben. Erst später wurden diese in ein elektronisches System übertragen. Das brauchte Zeit. Neu wird das einfacher und digital, wie die Kantonspolizei St.Gallen verspricht.

Die Busse könne neu unkompliziert online bezahlt werden. Direkt auf dem Smartphone, per Kreditkarte oder Twint. Zu Hause am Computer? Das sei auch möglich. Der klassische Einzahlungsschein bleibe aber nach wie vor als Alternativmöglichkeit bestehen.

Wie der neue Bussenzettel funktioniert

Die Polizistinnen und Polizisten erfassen die Busse in einer App. Zurück bleibt ein Bussenzettel mit QR-Code. «Der oder die Gebüsste scannt den Code mit dem Smartphone oder gibt die Bussennummer im Online-Portal ein und kann sofort bezahlen», heisst es in der Medienmitteilung.

Wer nicht online bezahlen kann oder will, dem wird 30 Tage nach Ausstellungsdatum eine Übertretungsanzeige mit Einzahlungsschein per Post zugestellt. Zum Start der Umstellung werde zusätzlich ein Info-Flyer zusammen mit Bussenzettel unter den Scheibenwischer geklemmt.

Erste Erfahrungen werden in Wil gesammelt

Die Kantonspolizei St.Gallen startet die Einführung der neuen Bussenzettel in Wil und sammelt erste Erfahrungen. «Wil hat eine Stadtpolizei, welche viel ruhenden Verkehr kontrolliert und auch Ordnungsbussen ausstellt», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Deswegen eigne sich Wil als Startort für das Projekt. Anfang 2020 soll dann die schrittweise Einführung im ganzen Kanton St.Gallen erfolgen – erst im Fürstenland, danach im Rest des Kantons.

Bei der Digitalisierung der Busse sei St.Gallen nicht alleine, heisst es weiter. Die Entwicklung fand zusammen mit der Kantonspolizei Zürich, der Kantonspolizei Basel-Stadt und der Firma Abraxas Epsilon statt.