Der Bierpionier

Martin Wartmann hat in den 1980er-Jahren das «Original Ittinger Klosterbräu» erfunden. Auch mit 68 Jahren ist der Frauenfelder Braumeister beim Bier geblieben: Im Kloster Fischingen braut er Biere, die man trinkt wie Wein.

Markus Zahnd/Sebastian Keller
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«Mit dem Ittinger bin ich als erster in eine andere Geschmacksrichtung marschiert», sagt Martin Wartmann. (Bild: Andrea Stalder)

«Mit dem Ittinger bin ich als erster in eine andere Geschmacksrichtung marschiert», sagt Martin Wartmann. (Bild: Andrea Stalder)

Herr Wartmann, trinken Sie viel Bier?

Martin Wartmann: Es kommt darauf an, was man unter viel versteht. Schweizer Ärzte sagen, ein Liter pro Tag sei die Schmerzgrenze, bayrische Ärzte sagen, zwei Liter. Wahrscheinlich gibt es einen genetischen Unterschied zwischen einer Schweizer und bayrischen Leber… Aber ich halte mich vorsorglich an die hiesigen Ärzte und trinke zwei, drei Bier pro Tag, mache aber einen Tag pro Woche Pause. Vielleicht ist es auch eine Alterserscheinung: Ich trinke eher weniger, dafür besser.

Was heisst das?

Wartmann: Ich trinke lieber ein aromatisches Bier als zwei Stangen Lager hell.

Sie kämpfen seit Jahrzehnten gegen das «Ä Stange, bitte» an.

Wartmann: Ich kämpfe nicht gegen die Stange. Ich kämpfe für die Biervielfalt. Die Monotonie geht mir auf den Wecker. Wenn die Serviertochter aufzählt: Wir haben Stange, Kübel, grosse und kleine Flaschen hell sowie ein alkoholfreies Bier – in solchen Momenten bestelle ich ein Wasser. Im Prinzip sind das doch alles die gleichen Biere: Lager hell.

Das ganze Interview lesen Sie in der «Ostschweiz am Sonntag» vom 13. September.