Der Anwalt und sein Gelübde

Flums. Hoch über dem Walensee, auf dem Chapf oberhalb von Amden, wollte der Winterthurer Anwalt Peter Baumberger eine Kapelle bauen – und damit ein Gelübde einlösen. 1992 war es, als er – frisch als Nationalrat nach Bern gewählt – erfuhr, dass seine Frau schwerkrank war.

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Flums. Hoch über dem Walensee, auf dem Chapf oberhalb von Amden, wollte der Winterthurer Anwalt Peter Baumberger eine Kapelle bauen – und damit ein Gelübde einlösen. 1992 war es, als er – frisch als Nationalrat nach Bern gewählt – erfuhr, dass seine Frau schwerkrank war. Zwei halbwüchsige Söhne, der Beruf als Anwalt, das politische Engagement – Baumberger war gefordert und in jener Zeit gelobte er, eine Kapelle zu bauen, wenn seine Frau wieder gesund werde. Sie wurde es.

Und Baumberger wollte auf dem Chapf sein Gelübde einlösen; seit mehr als 25 Jahren besitzt er in Amden ein Ferienhaus. Doch der Heimatschutz und Private wehrten sich gegen die notwendige Zonenplanänderung. Dann wurde es ruhig um das Kapellenprojekt.

Nun bietet sich Baumberger andernorts eine Möglichkeit – zwar nicht für den Bau, doch für die Renovation einer Kapelle.

Die Katholische Kirchgemeinde Flums möchte die Chlögg-Kapelle einer Stiftung übertragen und hat Kontakt mit der Kapellenstiftung Baumberger aufgenommen. Er wolle keine Privatkapelle, betonte Peter Baumberger gegenüber dem «Sarganserländer». «Die Chlögg-Kapelle soll der Öffentlichkeit als Ort der Stille dienen», sagt er. Er wolle sie daher auch ans Wanderwegnetz anschliessen.

Baumberger und seine Familie werden denn auch als Gäste die Bürgerversammlung der Kirchgemeinde im März besuchen. (rw)

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