Der Äschenfang ist weiterhin eingeschränkt

Zehn Jahre nach dem Hitzesommer hat sich der Bestand der Äschen im Rhein immer noch nicht erholt. Deshalb schränkt der Kanton Thurgau diesen Herbst und Winter den erlaubten Äschenfang nochmals stark ein.

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Zehn Jahre nach dem Hitzesommer hat sich der Bestand der Äschen im Rhein immer noch nicht erholt. Deshalb schränkt der Kanton Thurgau diesen Herbst und Winter den erlaubten Äschenfang nochmals stark ein. Genau gleich wie in der vergangenen Saison dürfen die Fischer maximal drei Äschen pro Tag aus dem Fluss ziehen, vor zwei Jahren waren es noch fünf. Von Anfang Oktober bis Ende Februar darf ein Fischer zudem insgesamt nur 75 Äschen fangen. Ausserhalb dieser Zeit ist das Fischen von Äschen verboten. Die Kantone Thurgau, Schaffhausen und Zürich tragen diese Massnahmen gemeinsam. Sie werden von der Äschen-Kommission beraten, die sich um den Schutz der Fische kümmert.

«Es ist wichtig, dass diese Bestimmungen aufrechterhalten werden», sagt Michael Decrausaz von der Fischerzunft Diessenhofen. In einem Jahr wird das Vorkommen der Äschen erneut beobachtet. Laut Decrausaz bleiben die Einschränkungen bestehen, bis nachgewiesen wird, dass es wieder mehr Äschen in unterschiedlicher Grösse gibt. «Diesen Sommer hatten wir Glück, dass es mit dem Bestand der Äschen nicht noch schlimmer geworden ist.» Es seien trotz dem heissen Wetter relativ wenig tote Fische gefunden worden. Nebst der Hitze sind die Äschen laut Decrausaz von der Fischerzunft Diessenhofen, aber auch vom regen Verkehr auf dem Rhein bedroht: «Die Fische finden an schönen Sommertagen kaum einen freien Fleck. Der Verkehr und die Hitze sind die zwei grössten Faktoren, mit denen die Äschen zu kämpfen haben.» (rar)