Departement äussert sich zu Mobbing-Vorwurf

ST. GALLEN. Der Fall des Mathematiklehrers an der Kantonsschule Sargans, der sich gegen eine drohende Entlassung wehrt und seit längerem krankgeschrieben ist, wirft hohe Wellen (Ausgabe vom 13. Januar).

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ST. GALLEN. Der Fall des Mathematiklehrers an der Kantonsschule Sargans, der sich gegen eine drohende Entlassung wehrt und seit längerem krankgeschrieben ist, wirft hohe Wellen (Ausgabe vom 13. Januar). Zuerst hatte weder die Schule noch das Bildungsdepartement gegenüber den Medien Stellung genommen, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle. Gestern verschickte nun das Bildungsdepartement ein Communiqué. Begründung: Die Berichterstattung laufe auf eine Kampagne gegen den Rektor und gegen den Leiter des Amtes für Mittelschulen hinaus. Deshalb müssten Fakten klargestellt werden.

«Überstreng und unflexibel»

«Das Bildungsdepartement bedauert, dass in der Berichterstattung des St. Galler Tagblatts der Rektor und der Leiter des Amtes für Mittelschulen auf der persönlichen Ebene angegriffen werden», heisst es im Communiqué. Diese Angriffe seien «erkennbar unsachlich und tragen nichts zur Lösung bei». Das Departement stehe hinter dem Rektor und dem Leiter des Amtes für Mittelschulen. «Es geht um einen Mathematiklehrer, der fachlich sehr gut qualifiziert ist, dessen Unterricht indessen für die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler als überstreng und unflexibel und damit methodisch-didaktisch als nicht stufengerecht beurteilt wird.» Das Problem mit dem Lehrer bestehe seit Jahren und sei Gegenstand «anhaltender Klagen von Schüler- und Elternschaft».

Angriffe auf den Rektor

Man habe immer wieder nach Lösungen gesucht, jedoch erfolglos. Der Lehrer greife den Rektor zudem seit längerem «mit allen juristischen Mitteln» an. Deshalb sei nach einer arbeitsrechtlichen Lösung gesucht worden. Entlassungen seien Sache des Rektors, er arbeite aber mit Unterstützung der kantonalen Stellen «nach wie vor darauf hin, eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden». Von Mobbing könne deshalb keine Rede sein. (ar)