Den Charme bewahren

Mit 24 000 Besuchern war das Arboner Summerdays Festival einmal mehr ausverkauft. Mehr wolle man nicht, sagt Summerdays-Verwaltungsratspräsident Cyrill Stadler – um den Charme des Festivals zu bewahren.

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Cyrill Stadler Summerdays-VR-Präsident (Bild: Max Eichenberger)

Cyrill Stadler Summerdays-VR-Präsident (Bild: Max Eichenberger)

Mit 24 000 Besuchern war das Arboner Summerdays Festival einmal mehr ausverkauft. Mehr wolle man nicht, sagt Summerdays-Verwaltungsratspräsident Cyrill Stadler – um den Charme des Festivals zu bewahren.

Ihre Gefühlslage und erste Bilanz am Tag nach den meteorologisch unterschiedlichen Summerdays?

Cyrill Stadler: Beides sehr gut! Das war im Rückblick eines der schönsten Festivals. Auch sind wir froh, dass alles praktisch reibungslos geklappt hat.

Gab es auch heikle Momente?

Stadler: Wir haben erstmals das Cashless-System eingeführt. Den Bargeldstock richtig zu berechnen für die Auszahlung, war bei der Premiere nicht einfach. Aber alles ist aufgegangen.

Das System erforderte eine Angewöhnungszeit. Auch beim Staff. Hatte der Stau beim Eingang Hafen am Freitag damit zu tun?

Stadler: Nein. Wir hatten zwischen halb vier und halb fünf noch nie einen derart geballten Ansturm. Philipp Fankhauser zog wie noch kein anderer Eröffnungsact. Ticketcorner-Billette hatten einen Hochglanz. Die Lesegeräte mussten darum teils mehrmals beim Barcode angesetzt werden. In diese Phase kam noch der Schichtwechsel. Wir haben Fankhausers Auftritt eine halbe Stunde verschoben.

Das Festival war vor Beginn ausverkauft. Man könnte wohl locker 3000 Personen aufstocken. Oder bleiben Sie dabei: Qualität und Überschaubarkeit vor Quantität?

Stadler: Wir wollen das nicht ausreizen. Unser Motto «Stimmungsvoll und friedlich» würde torpediert – und der Charme des Festivals ginge verloren.

Sie sprechen damit die verschiedenen Aufenthaltsbereiche an?

Stadler: Genau. Die Summerdays sind nicht zu sehr auf das Line-up fixiert. Wir sind eben ein richtiges Festival. Dazu gehören Bewegungsfreiraum und verschiedene Aufenthaltsnischen. Ich empfand diese Stimmung einmal mehr als wunderbar. Man fühlt sich wohl.

Die Festivalorganisation hat früh entschieden, Vlies auszulegen…

Stadler: Ja, am Freitagmorgen. Und es hat sich gelohnt. Obwohl Rasengrün schöner aussieht als ein schwarzer Teppich. Aber die Besucher danken's. Und das Gelände ist schneller rekultiviert.

Von Zwischenfällen hörte man am Freitag und Samstag nichts.

Stadler: Es gab auch nichts Gravierendes – zum Glück. Eine Person auf einem Boot hatte einen Schwächeanfall – und wurde dann an Land versorgt. (me)

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